Text-Bild-Ansicht Band 260

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geboten, den Zapfen z vor einseitiger Abnutzung zu bewahren, indem man denselben von Zeit zu Zeit etwas dreht.

Das Gewicht des Hauptrades R wird durch eine Stahlplatte s aufgenommen, welche in einer Ausfalzung des hohlen Zapfens ruht. Die Flansche f hat eine ringsum laufende Nuth, welche als Oelbehälter dient.

Wird ein Göpel zur Schachtförderung benutzt (Schachtgöpel), so kann bei einem Seil- oder Kettenbruche in Folge des Zurückschlagens des Göpels leicht eine Beschädigung des Zugthieres herbeigeführt werden. Zur Abwendung dieser Gefahr bringt C. Loesch in Oppeln (* Erl. D. R. P. Nr. 18203 vom 21. September 1881) eine selbstthätige Hemmvorrichtung an. Der Göpel wird mit einem auf dem Bodengestelle fest verbundenen Zahnkranze versehen, in welchen an beiden Seiten des Zugbaumes je eine Sperrklinke eingreift. Diese Klinken sitzen an je einer Stange, welche an beiden Seiten des Zugbaumes hinlaufen und an dessen Ende mit je einem Hebel versehen sind. Die Hebel werden durch den Haken beim Anziehen des Zugthieres so bewegt, daſs die in der Zugrichtung liegende Sperrklinke ausgehoben wird, während die andere Sperrklinke regelmäſsig hinter jedem Zahne des Zahnrades einfällt und so beim etwaigen Rücklaufe sofort hemmt.

(Schluſs folgt.)

Cartmell und Bayless' selbstthätige Wagenbremse.

Mit Abbildungen auf Tafel 29.

Bei einer von M. Cartmell und N. Bayless in Urbana, Nordamerika, angegebenen selbstthätigen Bremse für gewöhnliche Lastwagen befindet sich, wie aus dem Scientific American, 1885 Bd. 53 * S. 226 entnommenen Fig. 8 und 9 Taf. 29 zu ersehen ist, an der Nabe eines der Hinterräder ein Zahnrad z, welches in ein zweites, auf der schwach kegelförmigen Spindel s angebrachtes Zahnrad z1 greift. Von der Spindel s wird durch Reibung eine auf derselben steckende, ebenfalls schwach kegelförmige Trommel t mitgenommen, was mittels einer Mutter m geregelt werden kann. An den anderen Enden der Spindel s und Trommel t befindet sich je ein Schaltrad r bezieh. r1, deren Zähne in entgegengesetzter Richtung stehen. Ein diese Räder umfassender Zahnstangenrahmen a besitzt entsprechend oben und unten entgegengesetzt stehende Sperrzähne zum Eingreifen in die Schalträder r und r1. Der Bremsbaum B ist mit dem Rahmen a durch einen verstellbaren Bolzen verbunden.

Bewegt sich der Wagen auf ebener Straſse, so greifen weder die oberen, noch die unteren Zähne des Rahmens a in die Schalträder r oder r1 und wird der Rahmen a durch ein Pendelgewicht g in dieser wagerechten Lage erhalten. Kommt der Wagen auf ein genügend starkes Gefälle, so schwingt das Pendel g nach vorwärts, wodurch der