Text-Bild-Ansicht Band 259

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Wasserbehälter führen. Der in F etwa vorhandene Dampf entweicht dann durch k nach jenem Behälter, während durch m Wasser einflieſst. Bei der folgenden halben Umdrehung ist dann F von k und m abgeschlossen, dagegen durch l und n mit dem Inneren von C in Verbindung, so daſs sich der Wasserstand in beiden ausgleicht. Je niedriger derselbe in C ist, um so mehr Wasser wird zuflieſsen und umgekehrt. Zum An- und Abstellen der von dem Motor betriebenen Arbeitsmaschinen (Drehbänke, Nähmaschinen u.s.w.) sowie zur Regelung ihrer Geschwindigkeit soll eine besondere Bremsvorrichtung benutzt werden. Die Patentschrift enthält noch mehrere zur Anbringung an Kochöfen geeignete Formen des Dampferzeugers mit und ohne Ueberhitzer.

Der ursprünglich ziemlich unvollkommen erscheinende Dampfmotor von B. C. Hoffmeister und E. Friedrich in Meidling bei Wien (* D. R. P. Nr. 11384 vom 28. März 1880 mit Zusätzen * Nr. 13084 vom 7. September 1880, vgl. 1881 239 * 423, * Nr. 19874 vom 2. März 1882 und * Nr. 30002 vom 9. Mai 1884) ist durch die weitere Ausbildung zu einem nunmehr recht brauchbaren Motor geworden, welcher bereits gröſsere Verbreitung gefunden hat. In Fig. 11 bis 14 Taf. 1 ist die durch das zweite Zusatzpatent Nr. 19874 geschützte Anordnung dargestellt. Auf einem guſseisernen, ausgemauerten Ofen ruht der kleine Dampferzeuger, bestehend aus einem flachen Kasten, einer Anzahl an den Boden desselben angehängter Röhren d und einem guſseisernen Dampfdome D, welcher über einer groſsen Oeffnung des Kastens aufgenietet und auf dessen oberem Rande der Dampfcylinder E mit breiter Flansche aufgehängt ist. Auf letzterem steht ein Kasten F, welcher die Kurbelwelle trägt, die Kreuzkopfführung enthält und durch Thüren f und g zugänglich ist. Der Kessel ist mit vollständiger Ausrüstung versehen. Der Abdampf der Maschine wird in einem Oberflächencondensator – einem doppelwandigen, in einen Wasserbehälter P eingesetzten Blechcylinder J – niedergeschlagen, damit das Wasser wieder zur Speisung verwendet werden kann. Durch den Behälter P muſs so viel Kühlwasser hindurchgeleitet werden, daſs dasselbe die gesammte Dampfwärme aufzunehmen im Stande ist. Die Speisepumpe steht auf dem Cylinder und wird durch ein Excenter getrieben, an dessen Gelenkkopf seitlich die Schieberstange angehängt ist (vgl. Fig. 14). Da die Speisepumpe auch für die gröſste Leistung der Maschine ausreichen muſs, so wird sie beim gewöhnlichen Betriebe etwas Luft mit ansaugen und ist deshalb mit Entlüftungsventilen versehen. Der Verlust an Dampf bezieh. Wasser, welcher für 1e etwa 2l täglich ausmachen soll, wird aus dem Gefäſse P ersetzt.

Zur Regelung der Geschwindigkeit der Maschine dient der in Fig. 11 und 12 dargestellte, mit dem Regulator durch den Hebel p mit Gelenkknopf o verbundene cylindrische Drosselhahn lm, welcher auch zugleich als Absperrventil benutzt werden kann. Sehr wesentlich ist bei einem solchen nur sehr wenig Wasser enthaltenden Kleinkessel eine selbstthätige