Text-Bild-Ansicht Band 259

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Stoffprobe
Lufttrockengewicht
bei 20° und 55%
Feuchtigkeit
Trockenge-
wicht bei
100°
Wasserzuschlag
zum 100fachen
Trockengewichte
Weiſser Aspen- Schleifstoff 41,725g 37,350g 11,70%
Fichten- Schleifstoff 35,075 31,325 11,94
Brauner 26,770 23,900 11,71
Gebleichter Natron-Strohstoff 35,125 32,150 9,25
Ungebleichter Natron- Holzstoff 48,300 44,150 9,40
Gebleichter 48,975 44,600 9,80
Ungebleichter Sulfit-Holzstoff 39,900 36,250 10,07

Der Wasserzuschlag ist so zu verstehen, daſs zu 100 Gewichtstheilen des Trockengewichtes die den Zahlen entsprechenden Gewichtstheile Wasser zuzunehmen sind, um das Lufttrockengewicht zu erhalten, nach welchem der Verkaufspreis bestimmt wird.

Aus diesen Zahlen ergibt sich, daſs bei den durch Schleifen, also bei mechanisch gewonnenen Holzstoffen die in der Praxis benutzten 12 Proc. Wasserzuschlag annähernd richtig sind, während bei den chemisch gewonnenen Holzstoffen und bei Strohstoff diese Zahl etwas niedriger (zu 10) anzunehmen wäre.

Zur Festigkeit von Eisenblechen.

R. Weinlig theilt in der Zeitschrift des Verbandes der Dampfkessel-Ueberwachungsvereine, 1885 S. 118 folgende Ergebnisse der Festigkeitsprüfungen von Eisenblechen mit, welche in der Versuchsstation des Magdeburger Vereins für Dampfkesselbetrieb innerhalb der J. 1881 bis 1884 ausgeführt worden sind. Die Prüfungen umfassen nahezu 4000 Proben, von welchen 3300 Stück makellose und zur Zusammenstellung geeignete ausgewählt wurden. Unter den übrigen 700 Probestreifen waren 327 Stücke, welche entweder die Zugfestigkeit oder die Dehnbarkeit, wie solche der Verband als grundsätzlich für die Gütebeurtheilung aufgestellt hat, nicht erreicht; dies kommt etwa 3 bis 4 Procent der angelieferten und geprüften Bleche gleich. Die übrigen Streifen zeigten Makel oder die Ergebnisse waren nicht einwandfrei.

Von Mantelblechen sind die meisten Proben ausgeführt worden und zwar an Blechen von 13 bis 13mm,5 Stärke, sodann war Feuerblech in Stärken von 11 bis 12mm vertreten und in der geringsten Menge war Bördelblech vorhanden, welches meistens in Stärken von 10 bis 12mm,5 vorkam.

Als Mittelwerthe ergaben sich aus den Versuchen folgende Zahlen:1)

Zugfestigkeit in k/qmm Dehnung in Proc.
Probestück
Feuerblech 37,0 35,6 17,3 13,6
Bördelblech 37,0 35,4 16,4 12,7
Mantelblech 34,2 33,2 12,8 8,8

Nach den Grundsätzen (Würzburger Normen) für die vom Verbände

1)

║ und ┴ bedeuten Streifen parallel bezieh. senkrecht zur Walzrichtung herausgearbeitet.