Text-Bild-Ansicht Band 256

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ausgestoſsen wird. Auch kann die in den Maschinen E wirksam gewesene Luft in den Mannschaftsraum durch Ventile V1 geleitet werden, um von hier aus weiter auch zur Speisung der Luftpumpe H zu dienen. Der Druck wird in beiden Behältern A und C durch das Verbindungsrohr S auf gleicher Höhe erhalten.

Um das Torpedoboot nach Bedarf untertauchen und auf der Oberfläche erscheinen zu lassen, ist das Boot mit flossenartigen Theilen F versehen; dieselben werden mittels der Hebel F1 und der Schraube F2 gehoben oder gesenkt, so daſs in dem Falle, wo die vordere Kante der Flosse F nach unten gedrückt ist, das in Bewegung befindliche Boot tauchen wird, während im anderen Falle, wo die Flosse des unter Wasser laufenden Bootes mit der vorderen Kante nach oben steht, das Boot aus der Tiefe emporsteigen wird. Auf diese Weise wird auch der Tiefgang des Torpedobootes unter Wasser nach Bedarf geregelt.

Der Torpedo selbst wird auf dem Boote befestigt mittels einer Klinke Q, welche in eine Falle einer durch den federnden Hebel L beweglichen Stange greift. Das zugespitzte Ende des Torpedos greift zur besseren Sicherung desselben in einen schuhartigen Theil N und ist mit einem Seile oder falls der Torpedo durch einen elektrischen Funken entladen werden soll, mit einem isolirten Drahte verbunden, welcher um eine Seiltrommel M auf dem Boote geführt ist. So ist man in der Lage, den Torpedo im Wasser nachzuschleppen. Die Trommel M ist dabei mit einer Bremse M2 verbunden, welche durch das Handrad M1 gestellt werden kann. Mit der Schraube kann auch eine Vorrichtung verbunden werden, womit man das Seil oder den Draht kappen kann, wenn die Stelle erreicht ist, an welcher der Torpedo ausgesetzt bezieh. wo er abgefeuert werden soll.

Der isolirte Draht führt in das Innere des Torpedobootes und ist dort mit einer elektrischen Abfeuerungsbatterie verbunden, welche unter der Wartung des Bootsmannes steht. Das Torpedoboot selbst bezieh. der Arbeitsraum O kann mit dem Schiffe, welches die Boote aussetzt, durch Telegraphen- oder Telephondrähte in steter Verbindung bleiben; solche Drähte werden in Röhren, die an den Seiten des Torpedobootes angeordnet sind, sicher geführt bezieh. vor Beschädigung geschützt. Diese Drähte sind jedoch so mit dem Boote verbunden, daſs der Bootsmann die Verbindung augenblicklich zu lösen im Stande ist.

Ist der Torpedo für mechanische Zündung eingerichtet, so wird die Spitze desselben mit einer Feder oder einem Uhrwerkhebel versehen, welcher beim Verlassen der schuhförmigen Kappe N gehoben wird, so daſs dadurch gleichzeitig die Abfeuerungsvorrichtung eingestellt ist. Soll der Torpedo jedoch durch einen elektrischen Funken abgefeuert werden, so wird die erforderliche Länge Draht von der Winde M1 abgewickelt und der Torpedo bis an die passende Stelle geschleppt, wo er anschlägt, so daſs der Bootsmann die Explosion bewirken und sich auſser Verbindung mit dem Torpedo setzen kann.

Ueber Neuerungen an Schuſsspulmaschinen.

Patentklasse 86. Mit Abbildungen auf Tafel 11.

Den bekannten Uebelstand der Trichterspulmaschinen, daſs das Garn jeder gebildeten Schicht, bevor die folgende dieselbe deckt, durch die Drehung der Spule in dem feststehenden Trichter beständig gegen die ziemlich groſse innere Fläche des letzteren reibt, will H. Häfner in Chemnitz (Erl. * D. R. P. Nr. 12100 vom 11. Juni 1880) durch Anordnung eines leicht von der Spule zu drehenden Kegels an Stelle des Trichters vermeiden.