Text-Bild-Ansicht Band 276

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welche durch die Anordnung der Rundschieber in den Cylinderdeckeln erreicht wird. Eine weitere Ursache des ökonomischen Betriebes liegt in der vorzüglichen Functionirung des Dampfmantels, welchem nach jedesmaligem Abschluſs der Einlaſsschieber der Dampf durch ein Rohr von bedeutendem Querschnitte zugeführt wird. Der sich in Wirbelungen um den Cylinder bewegende Dampf bewirkt eine fortwährend sich erneuernde Wärmeabgabe.

Die Auslaſsschieber treten bei geöffnetem Kanal in das Innere des Cylinders und entfernen sich beim Schlieſsen der Ausströmöffnungen wieder, so daſs der Kolben unbehindert das Ende seines Hubes erreichen kann.

Die bereits 1886 262 * 148 beschriebene äuſsere Steuerung gestattet schnelles Oeffnen und Schlieſsen der Schieber bei beliebiger Cylinderfüllung; sie arbeitet gleichmäſsig sowie ruhig und schlieſst bei einem Regulatordefect sofort die Dampfeinlaſskanäle.

Das Schwungrad hat einen Durchmesser von 10m und ist am inneren Umfange seines Radkranzes zum leichteren Ingangsetzen mit einer Verzahnung versehen, in welche ein beim Angehen der Maschine sich selbsthätig auslösendes Getriebe eingreift.

Nach den, Engineering, 1890 S. 9, entnommenen Abbildungen (Fig. 14 und 15 Taf. 9) besteht die Vorrichtung zum Ingangsetzen der Maschine aus einem mit Fuſstritt a versehenen, am unteren Theile eines Bockes drehbar gelagerten Winkelhebel, der beim Herunterdrücken durch Hebel b und Bolzen c den mit seinem oberen gegabelten Ende über einen mit Bund versehenen Endzapfen der Welle e greifenden Gegenhebel d so bewegt, daſs die in einer Büchse geführte Welle e eine Verschiebung in ihrer Längsachse erleidet und das an ihrem anderen Ende aufgekeilte Getriebe f mit dem Zahnkranze des Schwungrades in Eingriff kommt. Die durch Drehung am Handrade g in dem einen oder anderen Sinne erzeugte Bewegung überträgt sich durch das breitere Getriebe h auf das ebenfalls mit der Welle e festverbundene Rad i und durch das Getriebe f auf das Schwungrad.

So lange nun der Winkelhebel durch den Fuſstritt nach unten gedrückt bleibt, kann das Schwungrad durch einfache Drehung am Handrade g von einem einzigen Arbeiter bewegt werden, und sobald die Kurbel in eine für das Anlassen der Maschine günstige Lage gekommen ist, gelangt beim Nachlassen des auf den Fuſstritt ausgeübten Druckes das Getriebe f durch die in der Führungsbüchse untergebrachte, wieder frei werdende Feder l in seine ursprüngliche Stellung.

Der aus Rippenguſs gebildete Radkranz von 1m,500 Breite hatte ein Gewicht von 21000k; er war durch 16 schmiedeeiserne Arme mit der achteckigen, guſseisernen Nabe verbunden und in einem Stücke gegossen, welches später in 4 Theile zerlegt wurde. Die Arme waren durch Aneinandernieten einzelner Blechplatten mit elliptischem nach