Text-Bild-Ansicht Band 276

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Coulisse in ihre wagerechte Lage gelangt, so daſs die Maschine dann zum Stillstehen kommt.

Die kleinere der mit dreifacher Expansion arbeitenden Hammerdampfmaschinen zeichnete sich, ebenso wie auch die beiden anderen Maschinen, durch groſse Einfachheit aus; sie entwickelte bei 200 minutlichen Umdrehungen eine Leistung von 150 bis 200 .

Die mit den zugehörigen Zwischenbehältern aus einem Stück gegossenen Cylinder waren auf dem hohl gegossenen Maschinengestell befestigt und auf der Vorderseite durch zwei kräftige schmiedeeiserne Stangen gestützt.

Die Schieber waren durch Anordnung von Gegen platten entlastet und die durchgehenden Schieberstangen oben mit Federn versehen, welche beim Niedergange der Schieber zusammengedrückt werden und dadurch der Schwerkraft das Gleichgewicht halten. Die zweite Hammermaschine hatte nur zwei Cylinder, welche nach dem Verbundsystem arbeiteten und eine Leistungsfähigkeit von 80 bis 110 entwickelten.

Die Gesammtanordnung entsprach im Uebrigen derjenigen der vorigen Maschine und ebenso hatte auch die dritte, für Marinezwecke erbaute, und wieder mit dreifacher Expansion arbeitende Hammermaschine von 250 bis 400 Leistungsfähigkeit die gleiche Construction der ersten Maschine.

Die zum kleinen Cylinder gehörige Coulisse dieser Maschine wurde wieder durch einen Servo-Moteur eingestellt und ebenso wurden die Coulissen der beiden anderen Cylinder durch einen zweiten Servo-Moteur beeinfluſst, welcher auch die Umsteuerung und bei Regulatordefecten den Stillstand der Maschine bewirkte.

Der Regulator bestand, da ein gewöhnlicher Kugelregulator bei Schiffsmaschinen wegen der starken Schwankungen des Fahrzeuges nicht anwendbar ist, aus einem Cylinder, in welchem sich unter der Wirkung des von einer kleinen Centrifugalpumpe hervorgebrachten Flüssigkeitsdruckes ein Kolben bewegte, auf welchen ein constanter Druck lastete, der durch eine Wassersäule oder eine Feder erhalten wird.

Das Anlassen und Stillsetzen der Maschine erfolgte mit Hilfe besonderer Vorrichtungen, deren Einzelheiten, ebenso wie weitere Angaben über diese Hammermaschine im Praktischen Maschinenconstructeur, 1890 * Heft 21 und 23, zu finden sind.

Die in ihren einzelnen Theilen sehr sorgfältig construirte liegende 400pferdige Compoundmaschine mit Condensation der Société anonyme du Phoenix in Gent war mit einer dem Oberingenieur des Etablissements, M. Hertag, patentirten Schleppschiebersteuerung versehen, welche Füllungen bis zu 9/10 des Kolbenhubes zulieſs und vortrefflich arbeitete.

Die auch einen sehr gefälligen Gesammteindruck machende Maschine zeigte die folgenden Hauptverhältnisse: