Text-Bild-Ansicht Band 276

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Die durchgehenden Kolbenstangen der Cylinder waren beiderseits mit Kreuzköpfen verbunden, welche sich mit ihren unteren Gleitflächen in schwalbenschwanzförmigen Führungen bewegten.

Die Luftpumpe lag unterhalb der Maschine und wurde von der durchgehenden Kolbenstange des groſsen Cylinders durch Hebel betrieben.

Die von der Firma R. Dickhoff in Bar-le-Duc (Meuse) ausgestellte liegende Dampfmaschine war zur Vermeidung groſser schädlicher Räume, ähnlich wie bei der Wheelock-Maschine, mit nur zwei, im unteren Theile des Cylinders liegenden Drehschiebern ausgerüstet, welche von einem einzigen Excenter bethätigt wurden.

Die Revue Universelle des Mines, 1889 Bd. 7 * Taf. 9, entnommenen Abbildungen (Fig. 19 bis 21 Taf. 9) zeigen den Dampfcylinder und die dem Ingenieur Stopani am 28. December 1888 patentirte Steuerung, welche Füllungen bis zu 78 Proc. des Kolbenhubs gestattet.

Auf dem äuſsersten Ende jeder Schieberstange A ist ein winkelförmiger Mitnehmer G aufgekeilt, der durch Stange L mit einem Luftbuffer R in Verbindung steht und auf seinem bügelförmigen Theile mit einer aufgeschraubten Stahl platte armirt ist.

Die Schieberstangen sind lose, jedoch genau passend in die Führungen der Drehschieber eingelegt, so daſs sich diese vollkommen dicht innerhalb ihrer Gleitflächen bewegen können; ihre Führung erhalten sie in Büchsen, welche mit den Verschluſsdeckeln P der Schiebergehäuse zusammengegossen sind.

Auf dem äuſsersten Ende einer jeden Büchse ist ein Doppelhebel K drehbar befestigt, welcher, von der Excenterstange bethätigt, eine Knagge C und am Zapfen I die drehbar angeschlossene Klinke D trägt; beide Schieber sind noch durch eine Stange B1 B verbunden.

In der gezeichneten mittleren Schieberstellung kommt der von links nach rechts schwingende Hebel K durch Knagge C mit dem Mitnehmer G in Berührung und würde durch diesen den Schieber mitnehmen, wenn nicht auch gleichzeitig die durch eine kleine Feder bethätigte Klinke D gegen die Stahlplatte des Mitnehmers zu liegen käme; dadurch erhält dieser sowohl als auch der Schieber eine der vorigen entgegengesetzt gerichtete Drehbewegung, und der letztere functionirt nun wie ein gewöhnlicher, mit 2 Ueberdeckungen versehener Schieber. (Die Abweichungen des Schiebers von seiner Mittelstellung während der Ausström- und Compressionsperiode sind in Fig. 21 Taf. 9 durch die Bogen BB2 und B2B ersichtlich gemacht.) Die nun eingeleitete Bewegung des Schiebers setzt sich auch während der Einströmperiode des Dampfes so lange fort, bis die Klinke beim Vorwärtsgange mit dem festen Daumen Ff, oder beim Rückwärtsgange mit dem beweglichen Daumen Fm in Berührung kommt; durch die erfolgte Ausklinkung wird der Schieber wieder frei, kehrt vom Luftbuffer bethätigt in seine mittlere