Text-Bild-Ansicht Band 276

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der Strom unterbrochen, und deshalb der Anker U nicht mehr von M angezogen, so genügt eine geringe Kraft, um beide Klappen zu öffnen.

Die Unterbrechung des Stromes muſs ebenfalls der ankommende Zug bewirken und dazu ist in angemessener Entfernung (mindestens 1m bis 1m,5) von v im Rohre P ein Contacthebel H (Fig. 3) angebracht. Bei Bemessung dieser Entfernung ist die Zeit in Rechnung zu ziehen, welche der remanente Magnetismus in kräftigen Elektromagneten mit starken Bewickelungsdrähten und bei geringem Gesammtwiderstande im Stromkreise zum vollständigen Verschwinden gebraucht. Denn in M muſs der remanente Magnetismus vollständig verschwunden sein, und es muſs der von M auf die Ventilklappen v und v1 durch den Anker U ausgeübte Druck ganz aufgehört haben, wenn die erste Büchse, welche mittels des Contacthebels H den Stromkreis unterbrochen hatte, bei v ankommt. Die Geschwindigkeit des Zuges, welche beim Abgange des Zuges vom sendenden Amte etwa 16m in der Secunde beträgt, wird nun zwar unterwegs durch die Reibung und sonstige Widerstände bedeutend abgenommen haben, allein sie wird noch immerhin so groſs sein, daſs bei zu geringem Abstande zwischen H und v der remanente Magnetismus störend wirken könnte.

Es muſs ferner auch dafür gesorgt werden, daſs der Contacthebel H den Stromkreis durch M nicht zu rasch wieder schlieſst; denn sonst könnte es geschehen, daſs, wenn der Zug einmal nur aus einer einzigen Büchse besteht, oder wenn der Treiber allein gesendet wird, der Elektromagnet M das Ventil bereits wieder fest geschlossen hat, der Zug aber es dann nicht zu öffnen vermag.

Deshalb ist an dem oberen Arme des zweiarmigen Contacthebels H ein verschiebbares Gegengewicht Z angebracht worden während der untere Arm den Contact zu machen hat. Man hat somit ein Pendel, dem man durch Verstellung des Gewichtes Z eine beliebige Schwingungsdauer geben kann, und vermag daher die letztere mit Sicherheit so zu bemessen, daſs die Büchse sicher das Ventil v erreicht und aufgestoſsen haben wird, bevor der Hebel H den Strom durch M wieder schlieſst. Um übrigens einen innigen Contact zu erzielen, ist an dem unteren Arme von H ein eiserner Anker angebracht, den ein wagerechter Hufeisen-Stahlmagnet Y an sich heranzieht, so daſs sich die Contactschraube y fest auf den Contactamboſs aufdrückt. Durch die Schraube y läſst sich zugleich die Entfernung des Ankers von den Magnetpolen reguliren, und dadurch die Kraft, womit Y die Schraube y gegen den Amboſs drückt, also die Innigkeit des Contactes. Der Stahlmagnet F kann nach Befinden durch einen kleinen Elektromagnet ersetzt werden, dessen Rolle alsdann in denselben Stromkreis einzuschalten ist, in welchem der Elektromagnet M sich befindet.

So lange nach dem Oeffnen des Ventils vv1 der Treiber sich noch