Text-Bild-Ansicht Band 276

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B angeordnet, welche die Flotte unterhalb des Siebbodens C absaugt, und mit einem Zusatz versehen durch den Zerstäuber F wieder in den Bottig A und zwar in fein vertheiltem Zustand zurückführt. Das Zuführen der concentrirten Farbstofflösung erfolgt durch den Behälter E, der entweder mit dem Saugrohr der Pumpe, Fig. 5 und 6, oder dem Druckrohr derselben in Verbindung gebracht ist. Im ersten Fall erfolgt die Mischung der Flotte mit dem Zusatz in der Pumpe selbst, im letzten Fall dagegen in dem in das Druckrohr eingeschalteten mit einer Anzahl Sieben ausgestatteten Behälter G, Fig. 7.

Während die vorbesprochenen Vorrichtungen zum Färben der Wolle u.s.w. eine fertige Farbstofflösung zur Sättigung der Flotte voraussetzten, wird bei dem durch das D. R. P. Kl. 8 Nr. 38225 vom 27. Mai 1886 geschützten und in den Fig. 9 bis 11 wiedergegebenen Färbeapparat von Sam. Smithson in Ravensthorpe (County of York, England) die Flotte dadurch auf ihrem Sättigungspunkt erhalten, daſs sie im beständigen Kreislauf durch den eigentlichen Farbbottich selbst, wo sie Farbe abgibt und einen mit Farbholz oder einem anderen Farbstoff gefüllten Raum, wo sie sich wieder sättigt, geführt wird.

Der Färberaum A, Fig. 9 und 10, ist zur Erreichung dieses Ziele durch ein Rohr C mit einem Cylinder B verbunden, der oben und unten geschlossen, in seinem Innern mit Röhren D versehen ist, die durch die Böden des Cylinders dampfdicht hindurchgehen.

Dieser Cylinder B dient als Heizcylinder; es wird ihm Dampf durch das Rohr N, Fig. 10 und 11, zugeführt, während das Condensationswasser und der überschüssige Dampf durch ein Rohr o abgeleitet werden, welches im Innern des Heizcylinders B nahe über dem Boden desselben endet und am Kopfe nach auſsen geführt ist.

Wenn der Färbebottich mit Wasser gefüllt wird, so flieſst ein Theil desselben durch das Rohr C in die Siederöhren D hinein und steigt in demselben so lange, bis es auf gleicher Höhe mit dem Wasser in dem Bottich A ist. Alsdann läſst man durch das Dampfventil N, Fig. 10 und 11, Dampf in B eintreten, wodurch das Wasser in den Röhren D erhitzt wird. Nachdem der Dampf eine kurze Zeit in dem Heizcylinder um die Siederöhren herum circulirt hat, fängt das Wasser in den Röhren D an zu sieden und steigt in Folge dessen in denselben auf einen höheren Spiegel als den des Färbebottichs und tritt nach Verlauf einiger Zeit aus den oberen Enden der Röhren D in einen Dom E über, Fig. 9, welcher oben auf dem Heizcylinder B befestigt ist. Aus dem Dom E flieſst das Wasser durch ein Ablaufrohr F in einen der Räume K eines zum Auslaugen des Farbholzes oder anderen Farbmaterials bestimmten Behälters. Dieser ist, wie aus Fig. 9 und 10 ersichtlich, auſserhalb des Bottichs A angebracht und durch eine bis auf den Boden gehende Scheidewand K1 in zwei Hälften getheilt, von denen jede wiederum durch eine, aber nicht bis auf den Boden reichende Scheidewand K2 in die Räume K