Text-Bild-Ansicht Band 276

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Wechsel bei fünf Zellen an jeder Seite stehen geblieben. Man verlangt jetzt vor allen Dingen von den mechanischen Stühlen eine groſse Leistungsfähigkeit und ist dieses ein besonderer Grund, weshalb der sonst so zweckmäſsige Schönherr'sche Stuhl mit Excenter-Ladenbewegung immer mehr durch die mit Kurbel-Ladenbewegung versehenen und deshalb eine gröſsere Tourenzahl gestattenden Webstühle verdrängt wird. Für das Heben von einer Schützenzelle zur anderen ist aber nur die halbe Kurbeldrehung verfügbar, während die andere Hälfte für das nach Vollendung des Kastenhubes erfolgende Durchschieſsen des Schützens in Anspruch genommen wird. Wenn sich nun durch die gröſsere Geschwindigkeit des Stuhles der für den Kastenhub verwendbare Zeitraum erheblich verkleinert, die Bewegung selbst aber mit der Zunahme der Anzahl Zellen, besonders vom ersten auf den letzten Kasten, erheblich vergröſsert, so ist es klar, daſs sich dabei schnell eine Grenze herausstellen wird.

Auſserdem wird schlieſslich der Webstuhl für den Arbeiter allzu complicirt und derselbe erfordert für das Auf- und Niederbewegen einer groſsen Anzahl Schützenzellen eine derartige Höhe, daſs die Behandlung für den Arbeiter eine beschwerliche und unhandliche wird.

E. Ives' Aether-Oxygenlaterne für Mikroskope, Polariskope u.s.w.

Mit Abbildungen.

Ueber diesen neuen Beleuchtungsapparat, als Ersatz des seitherigen Hydrooxygengas-Mikroskopes, spricht sich die Prüfungscommission des Franklin Institute in ihrem Referate (Journal of the Franklin Institute, März 1890 S. 239) sowohl bezüglich der Lichterzeugungsmethode, als auch der Handhabung und Transportabilität sehr günstig aus. Bei Ives' Apparat fällt der Wasserstoffbehälter ganz hinweg. Statt des Wasserstoffs treibt der Erfinder einen Sauerstoffstrom durch einen kleinen Metallcylinder (Fig. 1), welcher einen mit Aether getränkten porösen Stoff enthält. Von da strömt das Gas, mit Aetherdämpfen gemischt, nach dem gewöhnlichen Brenner. Die Füllung des Cylinders besteht aus einer Rolle von Baumwollzeug, worin eine Zickzackrinne von einem Ende bis zum anderen läuft, damit das Sauerstoffgas einen zwei- bis dreimal so langen Weg zu durchströmen und auf diese Weise Zeit habe, sich vollkommen mit dem Aetherdampfe zu sättigen. Die Vergleichung des Ives'schen Aetherlichtes mit dem Lichte des besten Hydrooxygenapparates, indem man beide Lichter gleichzeitig neben einander auf einen Schirm warf, hat gezeigt, daſs das erstere dem letzteren an Intensität nicht nachsteht. Die Versuche wurden mit Schwefeläther