Text-Bild-Ansicht Band 276

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Bei geschlossenem Strome zersetzt sich das schwefelsaure Kupfer, das metallische Kupfer schlägt sich auf dem Blei nieder, der Sauerstoff und die Säure gehen durch die poröse Hülle hindurch, das gebildete schwefelsaure Zink macht die Flüssigkeit in der Hülle dichter, so daſs dieselbe sich senkt und unten aus der Hülle austritt und die Dichte der unteren Schicht in der Zelle erhöht, während von oben Wasser zuflieſst. Da die Zinkplatte dick genug genommen wird, um für lange Zeit auszuhalten, so braucht man nur reines Wasser zuzugieſsen, die gebildete Zinklösung abzuführen und dafür zu sorgen, daſs die Kupferlösung gesättigt bleibt.

Textabbildung Bd. 276, S. 364

Um dies zu erreichen, führt O'Keenan der Batterie oben etwas mehr zu, als verbraucht (ein wenig unter 1l für die Brennstunde einer Lampe von 12 Kerzen). Die Zinkvitriollösung flieſst von selbst aus durch eine Röhre, welche in der Höhe des Spiegels der Zinklösung mündet, mit ihrer unteren Oeffnung aber in ein Gefäſs mit Quecksilber eintaucht; die Länge der Röhre und die Tiefe des Eintauchens in das Quecksilber sind dabei so gewählt, daſs bei Füllung der Röhre mit Kupfervitriollösung die letztere nicht ausflieſsen kann, daſs dagegen die Zinkvitriollösung ausflieſst, wenn sie die Röhre füllt, also bis zu deren oberer Oeffnung emporgestiegen ist. Die Kupfervitriolkrystalle sind in einen Raum eingeschlossen, der durch eine Reihe von übereinander liegenden Löchern mit dem Kanäle in Verbindung steht, der die Flüssigkeit in die Zellen führt; das unterste Loch ist einige Centimeter über dem Spiegel der Zinklösung, das oberste genau im Spiegel der Kupferlösung, so daſs unten die gesättigte Lösung eintritt, oben dagegen die verdünnte ausflieſst und sich wieder sättigt.

Eine ähnliche Anordnung hat die Batterie von Paillard (a. a. O. S. 41), bei welcher sich jedoch die Erneuerung der Flüssigkeiten anders vollzieht. Die Zinklösung wird durch einen Heber mit oben eingelegtem Dochte abgeführt; der kurze Schenkel des Hebers taucht mit der Oeffnung unten in die fast gesättigte Zinklösung ein und hat beim unteren Ende des Dochtes noch eine Oeffnung, welche sich in einer noch über der Kupferlösung befindlichen, nicht dicken Schicht verdünnter Zinklösung befindet und die Höhe bestimmt, bis zu welcher die Flüssigkeit