Text-Bild-Ansicht Band 276

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in der Batterie steigen kann. Denn sobald die Flüssigkeit diese Oeffnung und den Docht erreicht, versetzt letzterer den Heber in Thätigkeit und die Zinklösung flieſst nun durch beide Oeffnungen in den Heber ein, bis die Luft durch die obere Oeffnung eintritt und den Heber unwirksam macht. Oberhalb der Batterie ist ein Behälter mit Kupfervitriolkrystallen in Vorrath; den Ausfluſs der Lösung aus diesem Behälter regelt ein in einem Nebenschluſs der Batterie eingeschaltetes Solenoid; die Lösung gelangt erst in einen zweiten Behälter und aus diesem befördert sie ein absetzend wirkender Heber mittels eines Vertheilungsrohres in die Batteriegläser; eine hydraulische Klappe erlaubt der Luft den Austritt aus diesem Rohre und dem zweiten Behälter, nicht aber den Wiedereintritt, und des halb leert sich der zweite Behälter vollständig, sowie er einmal auszuflieſsen beginnt.

C. E. L. Brown's elektrische Solenoid-Bogenlampe.

Mit Abbildung.

Die von C. E. L. Brown construirte und von der Maschinenfabrik Oerlikon ausgeführte „Solenoid“-Bogenlampe ist eine Lampe für Parallelschaltung. Derselben liegt nach dem Centralblatte für Elektrotechnik Bd. 12 * S. 16 folgender Gedanke zu Grunde.

Im Innern eines äuſserst kräftigen, groſsen Solenoids, das vom Hauptstrom durchflössen wird, ist ein Messingcylinder drehbar aufgehängt, welcher einen mit Luftdämpfung versehenen, schweren, schmiedeisernen Kern c enthält. Dieser Kern ist am unteren Ende als Palette S ausgebildet, welche mit einer leicht keilförmigen Messingplatte b versehen ist. Ein festgelagertes eisernes Rad a trägt ein kleines Zahnrädchen, welches in die obere Kohlenstange K eingreift. Der untere Kohlenhalter steht fest.

Textabbildung Bd. 276, S. 365

Wenn nun kein Strom durch die Lampe geht, steht der senkrecht hängende Kern c einige Millimeter vom Rade a ab; der Kohlenhalter fällt in Folge der Schwere herunter. Geht dann Strom durch die Lampe, so wird der Kern c magnetisch, legt sich an das Rad a an und bewirkt durch seine gleichzeitige aufwärtsgehende Bewegung die Bildung des Lichtbogens. Sinkt in Folge der zunehmenden Lichtbogenlänge die Stromstärke, so nimmt auch die Magnetisirung des Kernes ab und das Rad a