Text-Bild-Ansicht Band 275

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zur Entfernung des Viehfutters ausschlieſsen, kann ausnahmsweise nachgelassen werden, daſs das Viehfutter mittels anzumeldender Transportgefäſse in ununterbrochener Folge aus der Brennerei herausgeschafft wird. Die Temperatur des Viehfutters darf im Vormaischbottiche nicht unter 50° betragen. Zur Prüfung derselben haben die Brennereiinhaber ein Thermometer für die Revisionsbeamten bereit zu halten. 6) Während der Dauer der Viehfutterbereitung muſs die vom Vormaischbottiche in den Kühlbottich, zum Kühlschiffe oder in die Maischbottiche führende Rohrleitung entweder abgenommen oder mit einem sicheren Verschlusse versehen sein.

Für auſser Betrieb befindliche Brennereien.

Die Viehfutterbereitung unterliegt der Controle der Aufsichtsbeamten.

II. Erlaubniſs, die vorhandenen Dämpffässer und Vormaischbottiche zur Bereitung von Viehfutter aller Art, mit oder ohne Zusatz von Malz, zu benutzen und das Viehfutter sodann mittels Dampfdruckes durch den Vormaischbottich, einen Maischbottich, das Maischreservoir und den Brennapparat nach dem Schlämpebehälter zu treiben.

Nur für auſser Betrieb befindliche Brennereien.

1) Die Erlaubniſs darf nur insoweit ertheilt werden, als den örtlichen Verhältnissen nach die Gewährung der unter I. aufgeführten Erlaubniſs als nicht ausreichend erscheint. 2) Die Viehfutterbereitung unterliegt der Controle der Aufsichtsbeamten und darf nur während einer beschränkten, bestimmt anzuzeigenden Tageszeit erfolgen. Auſserhalb letzterer müssen die benutzten Geräthe und Rohrleitungen leer sein. 3) Der in Benutzung zu nehmende Maischbottich muſs ein für alle Mal angemeldet werden. Die sonstigen zum Dämpfen und Ueberleiten des Viehfutters nach dem Schlämpebehälter nicht frei gegebenen Geräthe müssen sämmtlich unter amtlichem Verschlusse gehalten werden. 4) Das vom Brennapparate nach dem Kühler führende Geistrohr muſs abgenommen werden, und sind die Unterbrechungsstellen am Apparate und am Kühler in völlig sichernder Weise mit amtlichem Verschlusse zu versehen (Zeitschrift für Spiritusindustrie, Bd. 12 S. 237).

Schlämpe aus Bierabfällen, welche in einzelnen Wirthschaften für die Brennerei gesammelt werden, empfiehlt Behrend in der Allgemeinen Brauer- und Hopfenzeitung, 1889 Bd. 29 S. 1557. 100k Bierabfälle enthielten 3k,22 Alkohol. Die nach Abdestilliren des Alkohols verbleibende Schlampe enthielt in 100l 2k,91 Trockensubstanz, welche aus 0k,75 Rohprotein, 1k,94 stickstofffreien Extractstoffen und 0k,22 Mineralstoffen bestanden.

VI. Apparate.

Kartoffelaushebemaschine von H. Reiche in Zielenzig (D. R. P. Nr. 47419 vom 14. August 1888).

Kartoffelerntemaschine von Max Kurts in Berlin (D. R. P. Nr. 48090 vom 4. November 1888).