Text-Bild-Ansicht Band 275

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Waschmaschine für Gerste von Rud. A. Baumgartner in Rosenheim (D. R. P. Nr. 46902 vom 28. September 1888).

Automatisch arbeitende Malzquetschen liefert nach der Zeitschrift für Spiritusindustrie, Bd. 12 S. 187 E. Leinhaas in Freiberg i. S. Die Verarbeitung an Grünmalz beträgt für den Tag 3200k. Die Quetschwalzen haben groſsen und kleinen Durchmesser, wodurch auſser Quetschung auch Reibung erzielt und deshalb ein vorzüglich gequetschtes Malz geliefert wird.

Eine Hefefaſsumhüllung ist Fr. Lankow in Sobbowitz, Westpreuſsen, patentirt (D. R. P. Nr. 47333). Dieselbe bezweckt, das Hefegut vor schädlicher Abkühlung zu schützen und dadurch eine möglichst reine Säuerung herbeizuführen. In der Zeitschrift für Spiritusindustrie, Bd. 12 S. 206, berichtet der Erfinder eingehend über die guten Erfolge mit seinem Apparate, welcher vor dem Dampfmaischholze viele Vorzüge haben soll, so besonders den, daſs ein partielles Verbrühen unmöglich ist. Geliefert wird der Apparat von der Maschinenfabrik H. Jahn in Arnswalde NM. zum Preise von 54,75 M. für ein Hefefaſs von 240l Inhalt, entsprechend 3000l Maischraum.

Eine neue tafelförmige Hefepresse von W. Stavenhagen in Halle a. S. wird in der Zeitschrift für Spiritusindustrie, Bd. 12 S. 193, abgebildet und beschrieben.

Ein Verfahren und Apparat zur Destillation von Wasser und anderen Flüssigkeiten mittels Sonnenwärme ist Th. Ziem in Kairo patentirt (D. R. P Nr. 47446 vom 16. August 1888).

Einen Spiritusabfüllapparat, bei welchem ein Ueberflieſsen des Spiritus beim Einfüllen in die Fässer unmöglich ist, hat Gleiss in Köpenick construirt. Zu beziehen ist der Apparat von Zorn und Zöls in Berlin, Neuenburgerstraſse Nr. 16, zum Preise von 5 M. Neuhauſs in Selchow empfiehlt den Apparat in der Zeitschrift für Spiritusindustrie, Bd. 12 S. 206, als sehr praktisch.

VII. Analyse.

Zur Bestimmung des Stärkemehles in Materialien, welche nicht unter Anwendung von Hochdruck verarbeitet werden, gibt Märcker in der soeben erschienenen fünften Auflage seines Handbuches der Spiritusfabrikation die folgende, von der von Reineke für diesen Zweck vorgeschlagenen (vgl. 1888 267 527) etwas abweichende Vorschrift: 3g der fein zermahlenen Körner werden zunächst entfettet; dies geschieht, indem man die Substanzen in ein Stückchen Filtrirpapier einbindet und im Soxhlet'schen Extractionsapparate mit Aether entfettet. Alsdann wird die Substanz mit dem Filter mit etwa 100cc Wasser eine halbe Stunde zerkocht, auf 65° C. abgekühlt und mit 10cc Normalmalzextract (100g Malz auf 1l Wasser) versetzt, eine halbe Stunde bei 650 C. gehalten, dann nochmals eine viertel Stunde gekocht, wieder auf 65° C. abgekühlt und