Text-Bild-Ansicht Band 275

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mittlere Werthe berechnet für 20C12H20O10
A 0,0030 0,0029
M 6221,0 6480,0

Hiernach wäre die Formel der löslichen Stärke 5(C12H20O10)20 und ihr Molekulargewicht 32400.

Es wurde auch die Lösung der Frage, ob die Dextrine eine Reihe von Polymeren oder ob sie einfach Metamere sind, mittels Raoult's Methode versucht. Zu diesem Zweck wurde eine Anzahl höherer Dextrine aus Stärkeumwandlungen dargestellt, welche in einer früheren Phase der Hydrolyse zum Stillstande gebracht waren. Alle mittels des Gefrierverfahrens erhaltenen Zahlen zeigen keine Differenz zwischen den Molekulargewichten der höheren und niederen Dextrine, thatsächlich sind die Zahlen fast identisch. Aus den mit löslicher Stärke und mit Dextrinen von verschiedener Stellung in der Reihe erhaltenen Resultaten schlieſsen die Verfasser, daſs die Dextrine metamere und nicht polymere Verbindungen sind. Sie verlassen daher ihre frühere Hypothese über die Hydrolyse der Stärke und nehmen nunmehr an, daſs das Stärkemolekül aus vier complexen Amylingruppen besteht, welche um eine fünfte ähnliche Gruppe angeordnet sind, die einen molekularen Kern bilden. Bei der Hydrolyse zerfällt dieser Complex unter Freiwerden von vier Amylingruppen, die vollständige Hydrolyse in Maltodextrine und schlieſslich in Maltose erleiden können, während die fünfte Amylingruppe, welche den Kern des ursprünglichen Moleküls bildete, der Wirkung der hydrolysirenden Agentien widersteht und ein beständiges Dextrin bildet. Jede der fünf Amylingruppen hat die Formel (C12H20O20)20, entsprechend einem Molekulargewicht 6480. Das Molekül der löslichen Stärke, welches der Formel 5(C12H20O10)20 entspricht, hat also das Molekulargewicht 32400.

Für die Maltose ermittelten A. G. Ekstrand und Rob. Manzelius das Molekulargewicht nach Raoult's Methode und bestätigten damit die Formel C12H22O11 in wasserfreiem Zustande (Oefversicht Oefver Vetensk. Akadem. Foerhandlingar, 1889 S. 157).

(Schluſs folgt.)

Ueber die analytische Bestimmung der wesentlichen Bestandtheile des metallischen Wolframs, Ferrowolframs und Wolframstahles, sowie des Ferrochroms und Chromstahles, unter theilweiser Zugrundelegung neuer Aufschluſsverfahren; von Alfred Ziegler.

(Nachtrag zu S. 513 Bd. 274.)

Während Drucklegung meines Aufsatzes in dieser Zeitschrift gelang es mir noch auf folgende verhältniſsmäſsig rasche Weise das Chrom in den benannten Substanzen zu bestimmen: