Text-Bild-Ansicht Band 275

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Fahrgestänge F aus im letzten Theil des Hubes und des Niederganges derselben bewegt wird, wodurch die Umsteuerung erfolgt. In den zwei Kanälen pp1 , welche das Betriebswasser in den Cylinder der Hilfsmaschine ein- und daraus abführen, befinden sich Hähne, welche fein regulirt werden können; durch die Stellung dieser Hähne hat man die Geschwindigkeit der Bewegung des Kolbens M ganz in der Gewalt.

Die Hähne werden so gestellt, daſs die Hilfsmaschine nur so viel Hübe macht, als die Fahrkunst machen soll. Der geometrische Zusammenhang der Hauptmaschine mit der Kolbensteuerung derselben und mit der Hilfsmaschine ist nun derart, daſs die Bewegung der Hauptmaschine stets die Hauptsteuerkolben in ihre mittlere Lage bringen, folglich Ein- und Auslaſs des Betriebswassers abschlieſsen will, die Bewegung des Hilfsmaschinenkolbens dagegen stets die Ein- und Ausströmungskanäle der Hauptmaschine zu öffnen strebt.

In der Fig. 1 ist der Treibkolben B in seiner tiefsten, der Kolben B1 in seiner höchsten Stellung gezeichnet. Das unterste Gelenk q des Hebels O steht in seiner äuſsersten Stellung nach rechts. Das Gestänge F hat kurz vor Vollendung seines Hubes die Steuerkolben des Hilfscylinders W mittels des Knaggens P und der Hebelübersetzung QT nach links verschoben. Das Betriebswasser strömt durch den Kanal p in den Hilfscylinder und hat den Kolben M desselben bereits so weit bewegt, daſs die Steuerkolben der Hauptmaschine angefangen haben, den Eintrittskanal J1 nach dem Cylinder A1, sowie den Austrittskanal J vom Cylinder A ins Freie zu öffnen.

Nach einiger Zeit werden die beiden Kolben B und B1 auf halbem Hub stehen; das Hebelende q hat dabei seine halbe Bewegung nach links gemacht, während der Kolben des Hilfscylinders und mit ihm das obere Hebelende s ihren Hub nach rechts vollendet haben, die Steuerkolben K und K1 dagegen nur regulirend hin- und hergeschoben worden, aber nicht vom Fleck gekommen sind.

Der Punkt s des Hebels O bleibt nun in Ruhe, während der Kolben B seinen Hub nach oben vollendet und dabei die Steuerkolben K und K1 so bewegt, daſs sie den Ein- und Austritt des Betriebswassers abschlieſsen. Gleichzeitig hat der obere Knaggen P die Umsteuerung des Hilfscylinders bewirkt, wodurch das Betriebswasser auf die rechte Seite des Hilfsmaschinenkolbens eindringen kann und diesen nach links bewegt, während die Hauptmaschine und mit ihr der Punkt q des Hebels O stillstehen bleiben. Hat der Kolben des Hilfscylinders sich so weit bewegt, daſs die Hauptsteuerkolben, welche er mitschleppt, umgesteuert haben, so fängt ein neues Spiel der Hauptmaschine an.

Jetzt kann das Betriebswasser über den Kolben B gelangen und das Wasser, welches sich über dem Kolben B1 befindet, durch J1 und H1 ausflieſsen. Die Hauptmaschine fängt an, sich und damit auch den