Text-Bild-Ansicht Band 275

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auf 1k Aluminiumchlorid 1k Zinkchlorid hinzugesetzt, und nach einhalbstündigem Aufkochen und darauffolgendem Erkalten ist dieselbe gebrauchsfertig.

3) Eine erhitzte Lösung von Aluminiumchlorid wird mit metallischem Magnesium oder Aluminium gesättigt. Hiernach wird derselben auf 1k Aluminiumchlorid 1k Zinkchlorid zugesetzt, und sobald letzteres gelöst ist, werden auf 1k Aluminiumchlorid noch etwa 50g Zinnchlorid hinzugefügt. Nach etwa einhalbstündigem Aufkochen und darauffolgendem Erkalten kann die Lösung benutzt werden.

Für diese soeben beschriebenen Bäder verwendet man zweckmäſsig eine Anode aus Zink oder eine aus 1 Theil Zink und 2 Theilen Zinn.

4) Zur Erzeugung eines galvanischen Niederschlages von aluminiumhaltigem Zink kann man sich auch einer in erhitztem Zustande mit metallischem Magnesium gesättigten Aluminiumsulfatlösung bedienen. Zu einer solchen setzt man alsdann auf 1k Aluminiumsulfat 1k Zinkchlorid zu und benutzt sie unter Anwendung einer Zinkanode für den galvanischen Niederschlag nach etwa einhalbstündigem Aufkochen und darauf folgendem Erkalten.

Der hiermit erzeugte Niederschlag besteht wegen seines Gehaltes an Aluminium aus hartem, bronzeähnlichem Kupfer oder aus hartem, politurfähigem Zinn oder zähem, weiſsem Nickel (D. R. P. Nr. 47457, vom 4. Dezember 1887).

Kupfer und Edelmetalle. Bekanntlich wendet die Firma Siemens und Halske in Berlin bei der elektrolytischen Gewinnung von Kupfer und Zink nach dem Patente Nr. 42243 (D. p. J. 1888, 269; 364) eine Lösung von Kupfersulfat und Ferrosulfat als Elektrolyt an. Derselbe durchläuft zuerst alle Kathodenzellen hinter einander, wobei der Strom einen groſsen Theil des Kupfersulfats zerlegt und das Kupfer an den Kathodenblechen niedergeschlagen wird. Hierauf durchläuft der Elektrolyt alle Anodenabtheilungen nach einander, wobei durch die Wirkung des Stromes das Eisenoxydul in Eisenoxyd verwandelt wird.

Nunmehr tritt die elektrolytische Flüssigkeit in Auslaugebassins, in welchen sie aus geschwefelten Kupfererzen Kupfer aufnimmt und das Eisenoxyd sich wieder zu Oxydul reducirt. In dem Zusatzpatent Nr. 48959 vom 3. Januar 1889 werden Einrichtungen zur Lösung des Kupfers angegeben. Auch die Zersetzungszellen erhalten eine eigenartige Einrichtung.

Zum Lösen des Kupfers dienen lange Rinnen aus Holz oder anderem passenden Materiale. Dieselben sind der ganzen Länge nach mit gegen einander rotirenden Flügelwalzen versehen. Fig. 5 zeigt eine Lösungszelle im Querschnitt, während die Fig. 6 einen Grundriſs des ganzen Rinnensystems darstellt. Die hölzernen Wände T sind mit Bleiblech auſserhalb umkleidet. Die mit Schaufeln S versehenen