Text-Bild-Ansicht Band 275

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Diese Gewichte mit 120000 multiplicirt, ergeben die jährliche Productionsmenge an Edelmetall von etwa 11348k Silber und 2311k Gold.

Ein drittes System gehörte der Elektrolyse an und bestand aus einem 14cm messenden Kupferwürfel, etwa 24k schwer, einem 2cm Silberwürfel von etwa 83g,76 und einem 5mm Goldwürfel, etwa 2g,432 schwer. Dieses System veranschaulicht das Durchschnittsverhältniſs von Kupfer, Silber und Gold, wie diese Metalle durch elektrochemische Behandlung des Rohkupfers gewonnen werden, und entspricht 1/70000 der jährlichen Production, demnach dem Gesammtgewichte von etwa:

1701000k Kupfer 5863k Silber 170k Gold
Dazu aus ge-
wöhnl. Betrieb



11348k


2311k

–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Tot.-Product. 1701000k Kupfer 17211k Silber 2481k Gold

ausschlieſslich des Bleies, der Glätte und der Vitriole, für deren Nachweis keine Zahlen vorliegen.

Unter Nr. 48029 ist dem Walther Feld und Dr. Georg v. Knorre in Charlottenburg ein Zusatzpatent (gültig vom 23. Oktober 1888) zu Nr. 47201, betreffend ein Verfahren zur Darstellung von Siliciumkupfer (D. p. J. 1889 272 445) ertheilt worden. Das für die Chlorabgabe benutzte Kupferchlorid oder Kochsalz soll nunmehr durch äquivalente Mengen von Chlorkalium, Chlorcalcium und Chlormagnesium oder durch Fluſsspath behufs Abgabe von freiem Fluor ersetzt werden.

Zur Extraction von Gold aus Erzen wendet Hannay in Cove Castle, Schottland (D. R. P. Nr. 49321 vom 13. April 1889) Apparate an, welche aus einem Chlorirungsgefäſs, einer Anzahl Circulationspumpen, einer Filterpresse und einer Chlorgaspumpe bestehen und mit den zugehörigen Verbindungsröhren, Hähnen und Ventilen versehen sind.

Hierbei ist A das Chlorirungsgefäſs (Fig. 10), welches durch das Mannloch A1 mit dem gepulverten Erz beschickt wird, das – entweder auſserhalb oder innerhalb dieses Gefäſses, – mit Wasser oder theilweise mit einer aus früheren Operationen erhaltenen Flüssigkeit gemischt wird, bis dasselbe in einen durch eine Pumpe beförderbaren Brei oder Schlamm gebracht ist. Das Gefäſs A steht durch ein von dem Boden desselben abgehendes Rohr B und durch ein von dem oberen Theile desselben abgehendes Rohr C mit dem gemeinsamen Saugkasten d einer Anzahl Circulationspumpen D in Verbindung, wobei jedes der Rohre B bezieh. C mit einem Absperrhahn oder Ventil b bezieh. c versehen ist. Auſserdem steht das Rohr B durch einen Hahn oder ein Ventil b1 mit der Austrittsleitung aus den Pumpen D in Verbindung, welch letztere Leitung durch eine einen Absperrhahn oder ein Absperrventil e besitzende Leitung E mit einer Filterpresse F in Verbindung steht. Vermittelst eines Rohres G kann das Chlorgas, welches auf irgend eine der bekannten Weisen erzeugt oder aus einem Behälter mit flüssigem Chlor entwickelt wird, entweder durch Oeffnen