Text-Bild-Ansicht Band 275

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eines Hahnes oder Ventils g direkt in das Gefäſs A nach Hindurchströmen eines in den oberen Theil des letzteren ausmündenden, heberartig nach oben gebogenen Rohrstückes G1 gelangen oder durch Schlieſsen des Hahnes oder Ventils g das nach unten heberartig gebogene Rohrstück G2 durchströmen und in den Ventilkasten H einer mit Wasser gefüllten Pumpe P einströmen. Diese Pumpe P arbeitet nach dem Prinzip der sogen. nassen Compressionspumpen, so daſs der Plungerkolben derselben bei seiner Bewegung nach aufwärts und abwärts das in dem Pumpencylinder und in dem mit dem letzteren in Verbindung stehenden, nach aufwärts gebogenen Rohre P1 befindliche Wasser verschiebt, wobei das Chlorgas durch das Rohr G2 angesaugt und unter einem gewissen Drucke durch das heberartige Rohr G1 in das Gefäſs A eingepreſst wird. Diese Pumpe P kann auch als Luftcompressionspumpe gebraucht werden, indem man die Zuleitung des Chlors durch Absperren des Hahnes oder Ventils g1 unterbricht und durch Oeffnen des Hahnes oder Ventils g2 die atmosphärische Luft dem Saugkasten der Pumpe P zuströmen läſst.

Der Betrieb des Apparates geschieht in folgender Weise:

Nachdem das Gefäſs A mit dem beinahe flüssigen Erzschlamme beschickt und das Mannloch A1 dicht geschlossen worden ist, werden die verschiedenen Hähne oder Ventile eingestellt, also cb1 g1 geöffnet und begg2 geschlossen und die Pumpen D und P in Bewegung gesetzt. Hierbei wird das Chlorgas in den Erzschlamm eingepreſst, welch letzterer in steter Circulation von dem oberen Theile des Gefäſses A durch das Rohr C zu den Pumpen D und von hier durch das Rohr B zu dem Boden des Gefäſses A erhalten wird. Ist das Metall durch das Chlorgas vollständig oder beinahe vollständig gelöst, was durch Abziehen und Untersuchen einer Probe aus einer der Röhren B oder C constatirt werden kann, so wird die Stellung der Hähne oder Ventile entsprechend verändert, also cb1 gg1 und g2 geschlossen bezieh. geschlossen belassen und b und e geöffnet. Hierbei wird von der Pumpe D der Erzschlamm aus dem Gefäſs A von dem Boden desselben aus abgesaugt und in die Filterpresse F eingedrückt, während, wenn der Hahn oder das Ventil g2 noch geöffnet und auch die Pumpe P noch in Bewegung gesetzt wird, Luft durch die Pumpe P in den oberen Theil des Gefäſses A eingepreſst und dadurch das Entfernen des Inhalts des Gefäſses A noch befördert werden kann.

Zuweilen erscheint es wünschenswerth, die Circulation des Schlammes auch noch aufrecht zu erhalten, währenddem ein Theil dieses Schlammes in die Filterpresse übergeführt wird. Um dieses zu ermöglichen, kann man einige Verbindungsrohre C1 C2 zwischen dem Rohr C und dem Gefäſs A in verschiedenen Niveauhöhen des letzteren anbringen, wobei diese Verbindungsrohre C1 C2 gleichfalls mit Absperrhähnen oder -Ventilen zu versehen sind. Wird nur einer der letzteren