Text-Bild-Ansicht Band 274

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Ende der Welle durch einen Arm, welcher mittels einer einfachen und im Ausschlagwinkel stellbaren mechanischen Vorrichtung seine Bewegung erhält. Der schwingende Arm ist mit der Welle nur durch einen Schraubenbolzen verbunden; nach dessen Entfernung und nachdem die Gummischläuche abgenommen sind, kann die ganze Kühlvorrichtung aus dem Bottich herausgedreht und ebenso wie der Bottich selbst leicht gereinigt werden. Die Kühlkörper können, da sie nur durch je zwei Schrauben zusammengehalten sind, sehr leicht aus einander genommen und zusammengesetzt werden, um sie im Inneren von Schlamm u. dgl. zu reinigen, wodurch die gute Wirksamkeit stets erhalten bleibt.

Textabbildung Bd. 274, S. 70

Der Apparat hat auſser dieser Wasserkühlung auch Luftkühlung, welche durch einen unterhalb des Bottichs befindlichen Ventilator erzeugt wird. Ueber dem Apparate ist eine Haube angebracht, unter welcher das Luftrohr des Ventilators einmündet; gleichzeitig kann ein feiner Wasserstrahl eingeführt und zerstäubt werden, um der Luft die wünschenswerthe Feuchtigkeit zu verleihen. Eine Klappe macht die Haube von oben zugänglich und ein Dunstrohr dient zur Abführung der sich entwickelnden Dämpfe. Zwecks Ablassens der oberen wässerigen Schichten der Flüssigkeit ist ein drehbares Rohr, welches sich an der Seitenwand befindet, vorgesehen. Der übrige Inhalt wird nach vollendeter Kühlung durch ein Bogenstück an dem unteren Theile des Bottichs, an welchem sich ein Dreiwegehahn befindet, abgelassen. Zum Betriebe während der Ausstellung diente ein vierpferdiger Bénier'scher Heiſsluftmotor.

Eine weitere Vorrichtung zum Ersatze des Kühlschiffes war eine von der Firma Burmeister und Wains in Kopenhagen ausgestellte Centrifuge zur Kühlung und Filtration der Bierwürze, welche in Fig. 4 im Durchschnitt dargestellt ist. Dieselbe hat die gewöhnliche Anordnung einer Centrifuge, ist jedoch luftdicht geschlossen und steht mit der Auſsenluft bloſs durch das Luftfilter A in Verbindung. Der Einlauf der heiſsen Würze erfolgt durch das Rohr C in den Centrifugenkörper G, in welchem die in der Würze suspendirten Stoffe ausgeschleudert und an der Peripherie des Cylinders D abgesondert werden. Die Centrifuge macht eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen in der Minute;