Text-Bild-Ansicht Band 274

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aus der günstigen Lage der Dampfcylinder im Dampfraume des Kessels, so daſs hier der denkbar beste Schutz gegen Dampf- bezieh. Abkühlungsverluste durch die Maschine und die Vermeidung jeder Dampfleitung gegeben ist.

Kolbenführung, Kurbel, Schwungrad und Riemenscheibe sind auf dem Kessel befestigt. Eine Abstellvorrichtung ist bereits früher beschrieben worden.

Mehrere ähnlich gebaute „fahrbare“ Locomobilen sind von H. Lanz in Mannheim ausgestellt. Dieselben sind nicht im Betriebe vorgeführt, zeigen aber alle möglichen Sicherheitsvorrichtungen, wie sie der Betrieb auf freiem Felde fordert. Die gröſste Locomobile kann 45 leisten.

Die von C. Beermann in Berlin, sowie von der Actiengesellschaft H. F. Eckert in Berlin ausgestellten Locomobilen lassen keine wesentlichen Abweichungen von der üblichen Bauart erkennen.

Die merkwürdigerweise so wenig beachtete Ausführung der Locomobilen mit stehendem Kessel ist nur von Petzold und Comp. in Berlin ausgestellt. Diese Locomobilenart sollte wirklich seitens der Landwirthschaft mehr gepflegt werden, da sie sehr viele Vortheile gegenüber den Locomobilen mit liegendem Kessel zeigt. Zunächst ist die getrennte Aufstellung von Kessel und Maschine durchgeführt, dann aber ist der verhältniſsmäſsig kleine Kessel mit groſser Heizfläche auszurüsten und verlangt die geringe freie Wasseroberfläche keine peinlich wagerechte Aufstellung im Felde.

Die Locomobile von Petzold und Comp. leistet 8 ; sie besitzt einen stehenden Feuerbüchskessel von 10qm Heizfläche mit 24 engen Quersiederohren.

Von Scharrer und Groſs in Nürnberg sind ebenfalls halblocomobile Maschinen mit stehendem Kessel nach dem Systeme Lachapelle zur Ausstellung gebracht. Die hohe, rings von Wasser bespülte Feuerbüchse, in welcher sich wagerechte Sieder kreuzen, schlieſst den Feuerherd ein. Die Sieder, durch welche das Wasser umläuft, werden von der Flamme senkrecht getroffen und brechen dieselbe.

Ueber die Berliner Ausstellung zur Verhütung der Infection in Brauereien; von Prof. Alois Schwarz in M.-Ostrau.

(Schluſs des Berichtes S. 65 d. Bd.)

Mit Abbildungen auf Tafel 5.

Der Begründer der Cellulosefiltration, Heinr. Stockheim in Mannheim, hatte seine Apparate wieder in der bekannten Form und guten