Text-Bild-Ansicht Band 274

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Hand, wenn man beim Stillstande etwas unter dem Gitter zu thun hat. Die Verlängerungen E2 können noch durch einen Bügel H verbunden werden, wenn man haben will, daſs sich beide Gitter gleichzeitig heben; besteht die Verbindung beider Gitter durch den Bügel H nicht, so hebt sich, wenn schmälere Bretter geschnitten werden, nur das vom Brette geschobene eine Gitter. Man kann auch Federn anbringen, um das Herunterfallen der Gitter nach dem Durchgange des Holzstückes oder Brettes zu beschleunigen.

Schränken und Schärfen.

Das Schränkeisen von C. Fuhrmann in Düsseldorf (* D. R. P. Nr. 47298 vom 21. August 1888) dient zum gleichzeitigen Schränken zweier Zähne.

Das in Fig. 22 und 23 gezeichnete Werkzeug braucht nur immer nach einer Seite gedreht zu werden, da es bei der einmaligen Drehung immer einen Zahn nach rechts und den anderen nach links setzt, so daſs der dritte Zahn durch die Drehung in gleicher Richtung wieder nach rechts und der vierte nach links gebogen wird. An dem Schränkeisen ist eine Stellvorrichtung angebracht, durch welche ein gleichmäſsiges Schränken der Sägezähne herbeigeführt wird. Das Schränkeisen besteht aus dem mit einem Hefte versehenen Metallschafte. Derselbe ist oben an der Arbeitsstelle getheilt, so daſs hier die beiden Druckbacken b und c gebildet sind, welche sich gegenüber stehen. Das Schränkeisen wird nun so in die Sägezähne eingesetzt, daſs der Backen b an der einen Seite des ersten Zahnes und der Backen c an der anderen Seite des zweiten Zahnes anliegt. Wird nun das Schränkeisen entsprechend gedreht, so werden die Zähne in der gewünschten Weise verbogen bezieh. geschränkt. Um nun die Drehung zu begrenzen, so daſs eine gleichmäſsige Schränkung aller Zähne herbeigeführt wird, wurde der Arm d angebracht, welcher durch die Klemmschraube e gehalten wird. Derselbe ist mit der Stellschraube s versehen, welche bei der Drehung des Schränkeisens an das Sägeblatt trifft.

Bei dem selbsthätigen Sägenschränkapparate von M. Püschner in Görlitz (* D. R. P. Nr. 46345 vom 7. August 1888) wird der Hauptkörper der Maschine aus zwei Theilen AA1 (Fig. 24 und 25) gebildet, welche durch eine eingelassene, mittels Schrauben an den beiden Stücken befestigte Schiene H zusammengehalten werden. Schiene H ist über das Stück A1 hinaus verlängert und trägt auf einem Bolzen F einen Doppelhebel f, von welchem aus die Bewegung der Schränkstücke erfolgt. Seitlich am Theile A ist eine cylindrische Fortsetzung B, auf welcher ein Curvenstück B1 mit Kurbel C lose, durch eine Mutter gehalten, aufsitzt und welche die Drehachse des Hebels b trägt. Auf dem oberen Ende des letzteren ist eine Rolle s aufgesetzt, gegen welche das Curvenstück B1 drückt. Das untere Ende von b trägt einerseits einen Stift b1, welcher in das Auge des Hebels e paſst, andererseits eine Oese, in welcher die Schraube b3 stellbar ist. Um den Ausschlag des Hebels e einstellen zu können, ist eine Schraube e2 vorgesehen, welche den Angriff des Stiftes b1 in e auf längere oder kürzere Ausdehnung bestimmt. In gleicher Weise wird der Hub des Winkelhebels c durch Stellung der Schraube b3 vergröſsert oder verringert. Der Hebel e ist mit dem Winkelhebel e1 gekuppelt, dieser einerseits mit dem Doppelhebel f, andererseits mit g2. Von f aus überträgt der Hebel f1 die Bewegung auf g1. g1 g2 sind Ansätze zweier Cylindersegmente, welche um je ein Mittelstück k drehbar sind. Letztere sind durch Schrauben k1 in den Körpern AA1 befestigt, so daſs sie der Drehung nicht folgen können. Auf den Cylindersegmenten, welche in A und A1 eingepaſst sind, sind Schränkstücke mittels Schrauben befestigt. Macht der Hebel b eine Schwingung in Richtung des in Fig. 25 gezeichneten Pfeiles, so werden mittels der Hebel ee1 ff1 die Stücke um kk gedreht, und die Schränkstücke drücken die Zähne in der erforderlichen Weise nach den Seiten. Bei weiterer Bewegung weichen die Schränkstücke zurück, und Schraube b3 stöſst gegen Winkelhebel c. Dieser hebt mittels des Stiftes d den mit Gewicht beschwerten Hebel D, so daſs die blinke D1 bewegt wird, wodurch das Sägeblatt weiter geschoben wird.

Um ein seitliches Abweichen von D1 zu verhindern, ist eine Blattfeder d1 auf den Hebel D aufgeschraubt.