Text-Bild-Ansicht Band 274

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Das Plateau dieser Brücken ruht auf schmiedeeisernen Pfeilern und befinden sich auf denselben, auſser den nothwendigen Schienengeleisen, drei mit Riffelblech abgedeckte Laufstege, von denen die äuſseren mit Geländern versehen sind.

Von den Lagerplätzen wird der gröſste Theil der Schmelzmaterialien in Förderwagen direkt der Gicht zugeführt, ein anderer Theil wird durch doppelt wirkende Dampfaufzüge auf eine 2m,4 über dem Lagerplatze liegende Sohle gehoben, in dem Möllerraum dem jeweiligen Zweck entsprechend gemischt und von hier aus der Gicht zugeführt.

Der Hochofen von 20m Hohe und 6m Kohlensackweite hat einen freistehenden, mit schmiedeeisernen Bändern verankerten Schacht.

Das Gestell des Ofens ist mit einem geschlossenen Ringe von hohlen Kästen aus Bronze umgeben. In diesen Kästen circulirt ein Wasserstrom, wodurch dieselben kalt gehalten werden. Durch diese Einrichtung wird den bei der Windtemperatur von 700° C. und der groſsen Production des Ofens sonst unvermeidlichen Durchbrüchen von flüssigem Roheisen in sehr wirksamer Weise vorgebeugt und werden die um den Ofen beschäftigten Arbeiter vor der bei solchen Durchbrüchen entstehenden Verbrennungsgefahr geschützt.

Das Gichtplateau wird von einem aus vier schmiedeisernen Säulen mit Quer- und Diagonalverbindungen bestehenden Gerüst getragen, wodurch es möglich wird, dasselbe so geräumig zu machen, daſs die Arbeiter ohne jede Gefahr die in den Ofen einzubringenden groſsen Mengen von Eisenerzen und Koks an ihren Bestimmungsort befördern.

Die Gicht, die obere Oeffnung des Ofens, in welche die Schmelzmaterialien hineingefüllt werden, ist durch einen sogen. Parry'schen Trichter geschlossen, welcher mittels eines auf dem Gichtplateau befestigten Dampfaufzuges auf und ab bewegt wird. Diese Aufgebevorrichtung hat vor anderen den Vortheil, daſs die Arbeiter weder durch die Flamme des Ofens, noch durch ausströmende Gase belästigt werden. Das Herunterlassen des Trichters mit dem eingefüllten Schmelzmaterial geschieht durch einen Dampfaufzug in sehr kurzer Zeit, so daſs überhaupt nur wenig Gas austreten kann. Auſserdem ist der den Aufzug bedienende Arbeiter durch ein Schutzblech vollständig vor ausströmenden Gasen und vor der Gichtflamme geschützt.

Das Gichtplateau, sowie die dasselbe mit dem Aufzuge verbindende Brücke ist durch ein Geländer und am Boden des Plateaus durch eine Blecheinfassung abgeschlossen, wodurch das Herunterfallen von Koks- und Erzstücken, aus welchem für die unter der Gicht beschäftigten Arbeiter eine Gefahr entstehen könnte, vollständig verhindert wird.

Der Gichtaufzug hat eine Höhe von 38m und ist aus Schmiedeeisen construirt. Die Aufzugsmaschine steht auf der unteren Hüttensohle und fördert mittels runder Drahtseile aus Tiegelguſsstahl bei jedem Zug vier beladene Wagen. – Die Förderkörbe werden, auf Gichthöhe