Text-Bild-Ansicht Band 274

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angelangt, durch eine Aufsetzvorrichtung arretirt. – Die das Brückenplateau vom Fördergerüst abschlieſsenden Fallgitter werden durch den aufgehenden Förderkorb selbsthätig gehoben und senken sich ebenso selbsthätig beim Herabgehen desselben.

Um den Aufzug herum führt eine mit Geländer versehene bequeme eiserne Treppe von der Hüttensohle auf das Gichtplateau.

Der Gebläsewind wird in den Winderhitzungsapparaten auf eine Temperatur von 700 bis 800° C. vorgewärmt.

Die Apparate sind nach dem System Cowper eingerichtet und ist eins der Modelle mit abnehmbarer Haube versehen, um die innere Einrichtung zu veranschaulichen.

Um den in den Kanälen sich ansetzenden Gichtstaub entfernen zu können, ist es nöthig, daſs die Apparate ab und zu auſser Betrieb gesetzt werden und daſs Arbeiter, um die Reinigung auszuführen, den oberen Theil der Apparate nach erfolgter Abkühlung betreten. Es ist deshalb jeder Apparat mit einem eisernen, mit Geländer versehenen Umgange versehen, von welchem aus die in der Kuppel angebrachten Reinigungs- und Abkühlungslöcher leicht zu erreichen sind. Die Umgänge sind unter einander durch kleine Brücken, und mit dem Gicht-Plateau durch eine bequeme eiserne Treppe verbunden.

Eine bei der hohen Windtemperatur sonst unvermeidliche, die Arbeiter belästigende starke Ausströmung von Wärme von den Düsenstöcken aus wird dadurch vermieden, daſs diese letzteren aus zwei Guſsröhren bestehen, zwischen welche eine dünne Isolirschicht von feuerfester, die Wärme schlecht leitender Masse gebracht ist.

Das in dem Hochofen erzeugte überschüssige Gas wird von der Gicht aus durch eine weitere Rohrleitung den Stellen zugeführt, wo dasselbe zum Heizen der Dampfkessel, zum Erwärmen des Gebläsewindes u.s.w. Verwendung findet.

Zur Verhütung von Gasexplosionen kann diese Rohrleitung durch ein mittels einer Winde bewegliches Glockenventil vom Hochofen abgesperrt werden; überdies ist die Gasleitung mit einer Anzahl auf ihrer ganzen Länge zweckmäſsig vertheilter Explosionsklappen versehen, welche sich leicht öffnen und dadurch jede Gefahr, die aus einer Gasexplosion für die Arbeiter entstehen würde, beseitigen.

Die Reinigungskästen sowohl wie die ganze Gasleitung sind mit einer groſsen Anzahl von leicht verschlieſsbaren Oeffnungen versehen, durch welche, wenn eine Reinigung der Leitungen nothwendig ist, das in denselben befindliche Gas rasch entweicht. Die Reinigungsarbeiten können danach ohne jede Gefahr für die damit beschäftigten Arbeiter ausgeführt werden.

Die Gieſshalle, in welcher das aus dem Hochofen abgestochene flüssige Roheisen in Formen gegossen wird, ist aus schmiedeisernem Fachwerk construirt und mit einem Wellblechdach mit Laternen gedeckt.