Text-Bild-Ansicht Band 274

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Durch diese sehr luftige Construction wird es vermieden, daſs die in der Gieſshalle beschäftigten Arbeiter durch Hitze und Dunst belästigt werden.

Die durch eine Schlackenform aus dem Ofen abflieſsende Schlacke wird in groſsen Schlacken wagen von etwa 1cbm Inhalt aufgefangen und durch Locomotiven zur Schlackenhalde befördert.

Die Dortmunder-Union hat auch ein Modell einer Trio-Walzenstraſse nebst Wippe und Gebälk ausgestellt, bei welcher besondere Schutzvorrichtungen in Form von Fangbügeln und Sicherheitsketten vorhanden sind, um die Gefahr, welche aus dem Zerreiſsen und Herabfallen eines Theiles der Wippvorrichtung für die an der Walzenstraſse beschäftigten Arbeiter entstehen würde, zu beseitigen. Die Zwischenspindeln und Kuppeln zwischen dem Kammwalzen- und Vorwalzen-Trio, sowie zwischen dem letzteren und dem Fertigwalzen-Trio sind eingezäunt.

Der von der Firma Wilh. Grillo in Hainborn im Modell 1/15 natürlicher Gröſse dargestellte, mit einem Zinkreductionsofen verbundene Apparat dient zur Aufsammlung des Staubes aus dem Hüttenrauche, der während der Reductionsperiode aus den Vorlagen der Zinkmuffeln und beim Räumen der letzteren aus der Räumasche entweicht, und bezweckt die Reinigung des Arbeitsraumes und der nächsten Umgebung von Hüttenrauch.

Die Vorrichtung besteht aus einem zweckmäſsig construirten Fangschirme, welcher sich auf beiden Seiten des Zinkofens in der ganzen Ausdehnung desselben hinzieht. Von diesem führen die Ableitungsröhren in einen gemeinsamen Kanal, in dessen trichterförmigem Sammelkasten sich schon ein groſser Theil des Flugstaubes absetzt. Zur Beseitigung der feineren, weiter mitgeführten Staubtheilchen passiren die Gase zum Schluſs noch eine zweitheilige Hering'sche Kammer (D. R. P. Nr. 38775 vom 14. Mai 1886. D. p. J., 1887 263 514) derart, daſs sich bald die eine, bald die andere Abtheilung mit den Gasen füllt und dann durch das Spiel des Wechselrades in der von Neuem gefüllten die Gase so lange in Ruhe gesetzt werden, bis in der Nebenkammer sich wieder frische Gase angesammelt haben.

Friedrich Krupp in Essen hat die Abbaumethode auf dem Eisenbergwerk Friedrich Wilhelm bei Herdorf und den Schachtverschluſs auf der Grube Louise bei Uckerrath (Bergrevier Wied) veranschaulicht. Auf Grube Friedrich Wilhelm wurde in der 164m Sohle an Stelle des einfachen Firstenbaues Seitenfirstenbau eingeführt, bei welchem das Hereinbrechen gröſserer Massen verhindert wird. Die Schachtfallthür auf Grube Louise verschlieſst in jeder Lage und zu jeder Zeit beide Schachttrumme vollständig, so daſs die Förderleute beim Auffahren und Abziehen der Wagen bei der Schachtförderung möglichst gesichert sind.

Ein normalspuriger Schlackenwagen mit Umkippkrahn ist von der