Text-Bild-Ansicht Band 274

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Der Filterthurm besteht aus den unteren Staubkammern und den sich nach oben an letztere anschlieſsenden sackförmigen Filtern, durch welche die vom Staube gereinigte Luft entweicht. Der im Inneren der Filter zurückbleibende Staub fällt in die Staubkammern und wird aus diesen durch die an denselben befindlichen Trichter und Mundstücke in Säcke abgezogen. Um die Filter ohne Betriebsstörung reinigen zu können, was durch eine mechanische Einrichtung von auſsen erfolgt, ist der Thurm durch eine senkrechte Wand in zwei Abtheilungen getheilt, welche durch Schieber von dem Exhaustor abgesperrt werden können.

Von den von der genannten Berufsgenossenschaft ausgestellten Gegenständen seien schlieſslich noch die von Friedr. Krupp in Essen ausgestellten Meiſsel mit Spanfängern, dessen Feuerlöschvorrichtung in Thürmen und dessen Eisradbremse für Feuerwehrfuhrwerke erwähnt.

10) Sonstige Aussteller:

Zum Mahlen der Thomas-Schlacken werden auf einigen Werken bereits Kugelmühlen benutzt und wahrscheinlich in sanitärer Beziehung mit besserem Erfolge als die beschriebenen Thomas-Schlackenmühlen. Ausgestellt sind die Kugelmühlen von Jenisch, Sachsenberg, Gruson und Körner und Schulte in Leipzig.

Fig. 1., Bd. 274, S. 397

Die von Herm. Löhnert in Bromberg ausgestellte Jenisch'sche Kugelfallmühle besitzt einen aus sägezahnartig gegen einander gestellten Guſsstahlplatten gebildeten Mantel m. Die Kugeln müssen daher bei der Drehung von Stufe zu Stufe fallen. Ein grobes Sieb g schlieſst den Abstand zwischen den genannten Stufen. Die Stufenplatten sind nur zur Hälfte gelocht und zwar dort, wo die Kugeln nicht direkt aufschlagen, so daſs die Löcher nicht zugeschlagen werden können. Unter den Stufen liegt je ein Schutzsieb s, um welches herum das Feinsieb f angeordnet ist. Wird die Trommel in Drehung versetzt, so gelangen diejenigen Körner, welche