Text-Bild-Ansicht Band 274

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1) Leiternsetzmaschinen.

Von den Setzmaschinen, bei denen sich die ausgestoſsenen Lettern durch ihr Eigengewicht nach dem Setzschiff bewegen, sei zuerst, die Maschine von J. L. Mc. Millan in Ilion (New York, Nordamerika) genannt (* D. R. P. Nr. 41758 vom 17. August 1886), von welcher die Textfig. 1 ein perspectivisches Bild gibt. Die Maschine hat die Gestalt eines rechten Winkels, deren rechter Schenkel die Letternkästen D zwischen zwei dreieckigen Zwischenwänden B und C aufnimmt, während der linke die Zugstangen und Uebertragungshebel vom Tastenbrette U zu dem Letternausstoſser G enthält. Die Typenkästen D sind in wagerechten über einander liegenden Reihen angeordnet und wieder in Gruppen eingetheilt, derart, daſs schmale Buchstaben, wie f, i, j, u.s.w., eine Gruppe, sehr breite Buchstaben, wie m, w, z.B. eine andere Gruppe bilden. Auf gleiche Weise werden die anderen Buchstaben eingeordnet, wobei die am häufigsten gebrauchten Lettern am besten in die unteren Kästen gebracht werden. Die Lettern sind in den Kästen stehend gelagert und werden mittels durch Gewichte F (Textfigur 1) beschwerter Drücker E (Fig. 1 Taf. 24) beständig nach vorn gedrückt, wobei sie an einem Widerlager F Anlage finden. Neben diesem Lager F hat der Letternkasten eine Oeffnung e und verläuft das Widerlager F schräg nach innen, so daſs die Type für gewöhnlich zurückgehalten wird, einem leichten Drucke durch den wagerecht schwingenden, durch den Ausschnitt j hindurchgreifenden Ausstoſser G aber nachgibt und in eine nach der Hauptrinne o (Fig. 2) bezieh. der Setzrinne W (Textfig. 1) führenden Seitenrinne übertritt.

Fig. 1., Bd. 274, S. 460

Die Hauptrinne o verläuft senkrecht, während die Seitenrinnen in diese unter dem der Dreiecksgestalt der Flächen B entsprechenden Winkel in diese münden. Demgemäſs sind auch die Letternkästen D zwischen den Wänden BC zur Senkrechten geneigt.