Text-Bild-Ansicht Band 274

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Es empfiehlt sich, die Hauptrinne mit einer leicht abnehmbaren Glasplatte zu überdecken, so daſs man sofort erkennen kann, wo etwa eine Letter stecken geblieben ist.

Den weiteren Transport aus der Hauptrinne o in das Setzschiff zeigt Fig. 2 Taf. 24.

Da die Typen, besonders diejenigen, welche aus den oberen Schriftkästen kommen, eine verhältniſsmäſsig beträchtliche Höhe durchfallen, so haben sie eine Neigung, zurückzuprallen, wodurch sie sich auf die Seite drehen oder auch den Hauptkanal verstopfen und dadurch die anderen Typen verhindern könnten, niederzufallen.

Um dieses zu verhindern, wird am unteren Ende der Hauptrinne o, oder nahe bei demselben, eine hin und her schwingende Klappe Y angebracht, welche, dem Stoſse der niederfallenden Type nachgebend, sich öffnet, aber sofort wieder in ihre erste Lage zurückkehrt und dadurch die Type verhindert, in die Rinne zurückzuprallen und mit ihrem oberen Ende gegen eine etwa nachfolgende Type zu stoſsen. Die Klappe hat ferner das Bestreben, eine dünne Type, welche, wie dies zuweilen vorkommt, sich etwas seitlich gedreht hat, wieder gerade zu richten, sowie auch den Fall der schwereren Typen etwas zu verzögern und somit den Stoſs zu vermindern, der mit der Zeit die Type abnutzen und ihre Länge verringern würde.

Das Ueberschieben der Lettern in die Setzrinne bezieh. das Weiterschieben der Lettern in der letzteren nach dem Setzschiffe E erfolgt mittels des Stöſsers Z, der bei jedem Anschlage einer Taste bewegt wird. An der Setzrinne W ist noch eine Reibungsvorrichtung R (Textfig. 1) angebracht, um die Lettern in der Rinne zu halten. Der Arbeiter nimmt nun von der in der Setzrinne W vorgeschobenen Letternreihe mittels eines besonderen Werkzeuges einen Theil ab, schlieſst ihn vermuthlich aus (was unsere Quelle nicht angibt) und schiebt ihn durch Treten auf M mittels des Kopfes J in das Setzschiff E über, deren breite einstellbar ist. – Der Erfinder hat auch eine weiterhin zu besprechende Ablegemaschine construirt, die ebenfalls eine gewisse Einfachheit besitzt, indessen in Gruppen eingetheilte und mit besonderen Signaturen versehene Lettern voraussetzt.

Zu den Setzmaschinen, bei denen die ausgestoſsenen Lettern durch ihr Eigengewicht nach der Setzrinne befördert werden, gehört auch die Maschine von J. R. Rogers in Lorain (Ohio, Nordamerika), welche zugleich die Herstellung einer Stereotypmatrize und das Ablegen der Typen ermöglicht (* D. R. P. Nr. 48369 vom 12. August 1888). Die Maschine müſste danach als eine sehr complicirte erscheinen, wenn sie nicht für die Gestalt der Lettern eine Voraussetzung machte, die ihr wohl nur eine beschränkte Verwendbarkeit verschafft. Die dabei verwendeten Typen sind nämlich von verschiedener Länge (Fig. 4 Taf. 24) und an Drähten a (Fig. 3) aufgehängt, die sich von einem halbkreisförmigen