Text-Bild-Ansicht Band 274

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Rahmen b nach einem senkrechten Rahmen c erstrecken. Diese Typen n können auf diesen Drähten herabgleiten und werden für gewöhnlich durch einen Sperrmechanismus zurückgehalten, welcher beim Anschlage der Klaviatur d durch Vermittelung der Drähte e ausgelöst wird. Sind nun auf diese Weise eine Anzahl Typen n gesetzt, welche sich in der dargestellten Weise an einander anreihen, unter Einschaltung von Kautschukspatien, so werden sie mittels des bei f drehbaren Handhebels f1 und des Blockes g auf eine bestimmte Columnenbreite zusammengepreſst, worauf man mittels des Handhebels i die im Schiffchen v enthaltene Matrizenmasse gegen die Typen andrückt und so einen Abdruck nimmt.

Die Klaviatur d und die Rahmen b und c mit den Drähten a sind nun unter einander derart zu einem Ganzen verbunden, daſs dieser Theil der Maschine um den Punkt h drehbar ist. Das Ablegen der gesetzten Typen erfolgt daher einfach dadurch, daſs man die Rahmen bc nach hinten um den Punkt h umklappt, wodurch die Lettern auf den Drähten a in ihre anfängliche Lage wieder zurückgleiten und vom Sperrmechanismus wieder gefaſst werden. Die Rahmen werden darauf mit den geordneten Typen wieder in ihre normale Lage zurückgebracht und das Setzen kann nach entsprechendem Vorschübe des Schiffchens v von Neuem beginnen. Von der Matrize wird dann wie sonst ein Abguſs genommen.

Als eine zweite Gruppe lassen sich nun diejenigen Setzmaschinen bezeichnen, bei denen die ausgestoſsenen Lettern nicht durch ihr Eigengewicht, sondern mittels besonderer Uebertragungsmittel, wie Transportbänder, Greifer u. dgl., nach der Setzrinne gebracht werden.

Hier sei zuächst die Setzmaschine von E. Wentscher in Berlin genannt (* D. R. P. Nr. 43909 vom 17. Oktober 1886), welche auf der „Deutschen Allgemeinen Ausstellung für Unfallverhütung in Berlin“ ausgestellt war. Die Vorführung dieser Maschine im Rahmen der Unfallverhütungsausstellung wurde dadurch ermöglicht, daſs sie als Vorrichtung zur Verhütung von Bleivergiftung auftrat. Mit der Setzmaschine ist eine selbsthätige Ausschlieſsvorrichtung verbunden, welche die Aufgabe des mechanischen Ausschlieſsens anscheinend glücklich löst und welche weiterhin noch zu besprechen sein wird.

Die zu setzenden Lettern werden aus ihren Behältern mittels Greifer entnommen und nach der Stelle, an welcher sich der Satz bildet, geführt. Hierzu war es nöthig, den sehr groſsen Hub, den die Mechanismen zum Greifen der Lettern in Folge der groſsen Anzahl von Letternbehältern zu machen haben würden, in kleinere Hübe zu zerlegen, und werden die Lettern daher mehrere Mal durch kleinere wagerechte und senkrechte Strecken geführt.

Diese Letternführung bildet das Merkmal der Setzmaschine, und sei an der Hand des in Fig. 5 dargestellten Querschnittes der Maschine