Text-Bild-Ansicht Band 274

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nichts zu thun, als die ergriffene Letter in einen am vorderen Rande des Setzkastens, da wo der Setzer stellt, angebrachten Beschickungstrichter zu werfen, ohne Rücksicht auf deren Lage. Die Richtigstellung der Letter und die Führung in das Setzschiff besorgt die kleine Maschine. Von der Art des Arbeitens der letzteren mag das Folgende einen Begriff geben.

Der Beschickungstrichter ist mit einer unteren Oeffnung versehen, welche gerade groſs genug ist, um eine einzelne Type der Länge nach hindurchgleiten zu lassen. Unter dieser Oeffnung ist ein sehr genau ausbalancirter Hebel angebracht, welcher durch den Aufschlag der Type einen elektrischen Strom schlieſst und auf einen Elektromagneten in der Weise einwirkt, daſs die Armatur desselben den Mechanismus antreibt. Dieser letztere wird von einem Motor so betrieben, daſs derselbe eine einzelne Umdrehung macht und dann wieder stillsteht. Während dieser Umdrehung wird die Type zwischen zwei Armen gefaſst, welche dieselbe nach rechts führen, um unter dem Trichter Platz für die nächste Type zu schaffen und um die Type in eine gewisse Stellung zwischen dem Maschinen bette und einem mit einer Feder versehenen Hebel zu bringen.

Fig. 2., Bd. 274, S. 464

Steht die Schrift der Type in dieser Stellung nach unten, so wird die Type von der Maschine nach oben gedrückt, und zwar durch einen von unten her gesteuerten Hebel. Wenn aber die Schrift der Type richtig, d.h. nach oben steht, so wird die Type durch eine in ihren Einschnitt eingreifende Klinke festgehalten, so daſs dieselbe nicht nach oben gedrückt werden kann. Nach dieser Operation kommt die Maschine zum Stillstande, bis die nächste Type durch den Trichter gleitet und die Maschine wieder in Bewegung setzt. In diesem Augenblicke wird die erste Type von einer auf einer kleinen wagerechten Welle montirten Zange erfaſst, welche dieselbe weiter nach rechts führt.