Text-Bild-Ansicht Band 274

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Von den Letternsetzmaschinen ist nun noch eine der lebensfähigsten Constructionen zu nennen, die Maschine von J. Thorne, welche auch auf der diesjährigen Weltausstellung in Paris ausgestellt war. Die Maschine ist indeſs keine neue Erfindung, und wurde schon 1882 in diesem Journal über dieselbe berichtet (1882 243 * 387 und 464). Dieselbe hat aber neuerdings wesentliche Verbesserungen erhalten, und wird jetzt in Amerika von der Thorne Machine Company in Hartford (Conn.) und in England von dem Type Setting Syndicate Limited in London gebaut. Für diese Vervollkommnungen sind den genanten Gesellschaften in Deutschland Patente unter den Nummern 44472, 45055 und 45199 vom 25. Oktober 1887 und 46427 vom 20. April 1888 ertheilt worden.

Das Wesentliche der Bauart der Maschine, in welcher Typen-Setz- und -Ablegemaschine vereinigt sind, der Tastenbrettmechanismus und die senkrecht über einander liegenden Typencylinder, darf nach dem Berichte 1882 243 * 387 als bekannt vorausgesetzt werden. Die Vervollkommnungen betreffen nun in der Hauptsache einerseits das Einfüllen und die Anordnung der Typen im Ablegecylinder und die Transportvorrichtung des letzteren, andererseits die richtige Ueberführung der Lettern von dem rotirenden Tische in den Winkelhaken und die Anordnung des Setzschiffes, in das die Lettern aus dem Winkelhaken übergeschoben werden. Diese neue Bauart der Maschine zeigt die Textfig. 3 und ist in derselben mit A der Antrieb für den Ueberführungsmechanismus der Lettern nach dem Winkelhaken K und mit B der Antrieb für den neuen Transportmechanismus B1 des Ablegecylinders C bezeichnet.

Dieser letztere wie der Setzcylinder C1 sind mit den senkrechten, die Lettern enthaltenden Nuthen C2 versehen, und sind in der auf der Ausstellung befindlichen Maschine 90 solcher Nuthen in jedem Cylinder vorhanden. Das Tastenbrett hat dementsprechend ebenfalls 90 Tasten, durch deren Anschlag bekanntlich die untersten Lettern aus den Nuthen heraus auf den rotirenden Tisch D befördert werden. Wie ein Vergleich der Textfigur mit der Fig. 21 Taf. 32 in Bd. 243 zeigt, sind auch diese Hebelverbindungen HH1 JF und G zwischen dem Tastenbrette und den Letternauswerfern wesentlich vereinfacht, und gerathen nach Aussage des Fabrikanten nicht leicht in Unordnung.

Von dem rotirenden Tische D gelangen die Lettern auf das endlose Transportband z, das um die Scheibe E läuft und die Lettern nach dem Winkelhaken K führt. Um nun die Lettern auf diesem Wege in Ordnung zu halten, sind am Bande z Seitenführungen angebracht und der so gebildete Kanal ist mit nach unten keilförmig verstärkten Platten überdeckt, welche zwischen sich und dem Bande z nur Raum für eine Type lassen, so daſs etwa auf einander liegende Lettern in eine einzige Ebene gebracht werden. Um aber nun derartig neben