Text-Bild-Ansicht Band 274

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Dieses Ausstoſsen der alten und Einführen der neuen Spatien wird für einige oder alle Wortzwischenräume der Zeile wiederholt, wobei der die Längenänderung angebende Zeiger bei jedem Spatienersatz seine Stellung ändert, bis er in seine Nullstellung gelangt, welche anzeigt, daſs die Zeile nunmehr die vorgeschriebene Länge besitzt. Die auf diese Weise fertig geschlossene Zeile wird sodann durch einen wagerecht bewegten Schieber in das Setzschiff übergeschoben (Textfig. 4 links oben), in welchem die Zeilen zu Columnen geschlossen, und gewünschtenfalls mit Durchschüssen in selbsthätiger Weise versehen werden.

Das Ausschlieſsen wird also in derselben vollkommenen Weise durchgeführt, wie beim gewöhnlichen Setzen, und dürfte sich das Lagerman'sche Setz- und Ausschlieſsverfahren ohne Schwierigkeit in die Praxis einführen, zumal lediglich hinsichtlich der Spatien eine Vorbedingung gemacht ist. Auch der Preis ist gegenüber den sonstigen Setzmaschinen gering, derjenige der Ausschlieſsvorrichtung beträgt etwa 2350 Mark. Diese Eigenschaften der Billigkeit und der Anpassung an das zur Zeit übliche Setz verfahren lassen das Lagerman'sche Verfahren als ein Verbindungsglied zwischen dem letzteren und den vieltheiligen theueren Setz- und Ablegemaschinen erscheinen, und gewähren ihm eine sehr aussichtsreiche Zukunft.

3) Lettern-Ablegemaschinen.

Während sich brauchbare Setzmaschinen für die jetzt gebräuchlichen Typen ohne zuviel Schwierigkeiten bauen lassen, liegt die Sache für die Ablegemaschinen nicht so einfach und setzen hier die Erfinder zum selbsthätigen Ablegen meist systematisch abgestufte bezieh. mit besonderen Signaturen versehene Lettern voraus. So ist dies, wie bereits erwähnt, der Fall bei der Thorne'schen Ablegemaschine, und ebenso bei derjenigen von Mc Millan in Ilion, New York (* D. R. P. Nr. 41126 vom 17. August 1886), dessen Setzmaschine am Eingang dieses Berichtes behandelt wurde. Diese Millan'sche Maschine ist eine Verwandte der Thorne'schen Maschine, insofern als sich hier der Ablegecylinder innerhalb eines die Letternsetzkanäle enthaltenden Ringes dreht. Wie Fig. 12 Taf. 24 zeigt, sind die abzulegenden Lettern in radialen Kanälen c der sich langsam drehenden Scheibe L enthalten, und werden von dem von Feder M beeinfluſsten Schieber N gegen die Zapfen j und k zweier Schieber O und P (Fig. 11 Taf. 24) angedrückt, welche in einer Aussparung i der Scheibe L dadurch auf- und absteigen, daſs ihre Zapfen s in Nuthen l und m des festliegenden Ringes Q geführt werden. Die Lettern besitzen Signaturen, wie sie Fig. 11 zeigt, und es ist leicht ersichtlich, daſs, sobald die Daumen j und k eine gleiche Lage wie die Signaturen haben, die vorderste Letter zufolge des Federdruckes (M) in den Setzkanal W übergeschoben wird, welche Kanäle später der