Text-Bild-Ansicht Band 273

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Neuerungen an diesem Apparate unter D. R. P. Nr. 46570 vom 8. Mai 1888. Zweites Zusatzpatent zu Nr. 37534 vom 26. Juli 1885.

Weitere Neuerungen an demselben Apparate unter D. R. P. Nr. 46889 vom 6. Mai 1888. Zusatzpatent zu Nr. 37250 vom 26. Juli 1885.

Gährbottich- und Hefenbottichkühler, beweglich durch das zum Kühlen gebrauchte Wasser von Julius Geyer in Löbau, Westpreuſsen (D. R. P. Nr. 46406 vom 16. August 1888). Die Umsteuerung des Kühlwasserzuflusses geht in der Weise vor sich, daſs durch die Zunge a1 des die Kühlschlange tragenden Wagebalkens a unter Vermittelung eines Hebels h ein Kipprad (oder Kipphebel) k bethätigt wird, welches durch Zugkraftorgane mit im Wasserzufluſsbehälter d angeordneten Ventilen d1 d2 verbunden, diese abwechselnd öffnet und schlieſst, während gleichzeitig die am oberen Ende der Kühlschlangen in den Behältern bx und by befindlichen Ventile v und v1 durch am Wagebalken befestigte Zugkraftorgane abwechselnd geschlossen und geöffnet werden.

In der Zeitschrift für Spiritusindustrie, Bd. 12 S. 16, berichtet der Erfinder noch über einige Veränderungen an seinem Apparate, welche er für die Zwecke der Gährbottichkühlung in Folge Anordnung der Steuerbehörde angebracht hat. Daselbst wird auch mitgetheilt, daſs die Hubhöhe jeder Schlange 35 bis 50cm beträgt, und daſs in der Minute 2 bis 3 Hub, jeder zu 3 bis 4l Wasser, stattfinden.

Apparat zum Kühlen und Erhitzen von Flüssigkeiten von J. Fischer in Wien (D. R. P. Nr. 46104 vom 22. April 1888. Zusatzpatent zu Nr. 31794 vom 2. December 1884).

Maisch- und Kühlapparat mit rotirendem oder oscillirendem Gehäuse von Johann Hampel in Dresden (D. R. P. Nr. 46646 vom 4. April 1888).

Verfahren und Apparat zum Weichen von Gerste von Karl Kernreuther und Wilhelm Kumpfmiller in München (D. R. P. Nr. 46440 vom 14. März 1888. Zusatzpatent zu Nr. 43758 vom 28. December 1887).

Einen elektrischen Signalapparat zum Anzeigen des Kohlensäuregehaltes der Luft, welcher bei einem Gehalte der Luft von 6 Proc. Kohlensäure in Thätigkeit tritt, hat Dr. Emmerlich in München in Gemeinschaft mit C. Martini angefertigt. Nach den Sitzungsberichten der Münchener Gesellschaft für Morphologie und Physiologie, 1888 Heft 2, gründet sich der Apparat auf der Ausdehnung eines Metallstabes durch die Wärme einer unter dieser befindlichen Flamme, welche, sobald der Kohlensäuregehalt der Luft auf 6 Proc. steigt, kleiner wird und bei 8 Proc. erlischt. Durch die Verminderung der Wärmequelle und die dadurch bedingte Zusammenziehung des Metallstabes wird der Läuteapparat in Thätigkeit gesetzt. Durch Versuche wurde festgestellt, daſs ein Gehalt der Luft von 6 Proc. Kohlensäure für den Menschen noch nicht gefährlich ist, die Gefahr vielmehr erst bei 15 bis 20 Proc. beginnt. Der Apparat warnt also rechtzeitig. Seine Aufstellung ist in Eisfabriken, Preſshefefabriken, Gährkellern u.s.w. angezeigt. Da ein sehr groſser Kohlensäuregehalt