Text-Bild-Ansicht Band 273

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C10H15
SO3Na
OH
NH2

seit Juni 1889 in den Handel. Es ist im Preise nicht höher als Pyrogallol oder Hydrochinon; der Entwickler bräunt sich nicht an der Luft, ruft Bromsilberplatten rasch hervor, ist nicht giftig und besitzt gröſsere Haltbarkeit als Pyrogallol.

Vorschriften zum Entwickeln.

I. Für getrennte Lösungen:

A. 200g schwefligsaures Natron werden in 3l destillirtem Wasser gelöst. Zu dieser Lösung fügt man 50g Eikonogen, welches sich bald auflöst.

B. 150g krystallisirte Soda werden in 1l destillirtem Wasser gelöst.

Zum Gebrauche mischt man: 3 Th. Lösung A
1 B.

Lösung A wird nicht angesäuert.

II. Für gemischte Lösungen:

200g schwefligsaures Natron und 150g krystallisirte Soda werden in 4l destillirtem Wasser kalt gelöst, und zuletzt 50g Eikonogen als trockenes Pulver in die Flasche gegeben. Diese Lösung verwendet man direkt zum Entwickeln, ohne Wasserzusatz.

Für diese in A und B angegebenen Vorschriften genügt die halbe Expositionszeit, bezogen auf das Eisenoxalat. Für noch kürzere Exposition wendet man das Vorbad an.

Für längere Expositionen muſs mit etwa der Hälfte Wasser verdünnt, oder Bromkali zugesetzt werden.

Die krystallisirte Soda braucht durchaus nicht chemisch reine, sondern kann solche sein, wie sie in jedem Haushalte benutzt wird.

III. Für sehr kurze Momentaufnahmen:

Man löst 10g schwefligsaures Natron und 5g Potasche in 150cc destillirtem Wasser und fügt alsdann 5g Eikonogen hinzu.

Nach E. Vogel (Photographische Mittheilungen, Bd. 26 S. 95) kann man die Menge des Eikonogen im Entwickler herabsetzen: Es werden gelöst: A) 45g Natriumsulfit, 5g Eikonogen, 500cc Wasser. B) 60 bis 75g Kalium- oder Natriumcarbonat (calcinirt). Man mischt vor dem Gebrauche gleiche Volumen von A und B.

Vor dem Fixiren legt man in ein Alaunbad, dann wird gewaschen und mit Fixirnatron fixirt. Die Farbe des Silberniederschlages ist grauschwarz.

(Fortsetzung folgt.)