Text-Bild-Ansicht Band 272

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– der Feststellung von P halber – Drehung erfahren. Die Endlage des Griffes P entspricht vollständigem Schlusse der Eingangsöffnungen.

Das Erdöl tritt durch Stutzen B, durch Oeffnung C nach f und flieſst nach rechts längs F, um bei ss zu entweichen, indem es den Conus G beim Austritte ganz umspült. Der Dampf strömt bei B1 ein, durch Aussparung d in den Hohlraum hh und entweicht durch den concentrischen Schlitz tt, trifft den Strahl des Erdöles und zerstäubt ihn vom Centrum der Ausströmungsöffnung, indem er der Flamme eine Form, wie in Fig. 13 dargestellt, gibt.

Sehr wesentlich ist, daſs man schon von Anfang an eine ausgebreitete cylindrische Flamme bekommt. Durch Rechts- oder Linksdrehung von OO mittels Griffes P wird der Oelzufluſs sowohl, als der Dampfzutritt regulirt; eine Verstellung des Schlitzes ss erfolgt durch Drehung an L.

Gewöhnliche Regulirung des Dampfzutrittes geschieht durch ein am Stutzen B1 angebrachtes Ventil. Fig. 12 stellt den Querschnitt an der Stelle xy der Fig. 10 dar. (Die Zeichnungen sind in 0,4.)

Die Forsunka ermöglicht, das Dampfquantum dem Oelquantum entsprechend einzustellen und umgekehrt, daſs ferner gleich Anfangs eine breite Flamme erzeugt wird, welche sich um den Conus gut vertheilt.

Trotz der etwas complicirten Einrichtung, die, nebenbei bemerkt, auch mehr Aufmerksamkeit bei der Bedienung erfordert, erfreut sich die Forsunka mehrfacher Anwendung und hat sich durch ihre Wirkung zur gröſsten Zufriedenheit bewährt.

Die folgende Forsunka, welche in den Werkstätten der Bakuer Eisenbahnen zur Befeuerung der stationären Dampfkessel angewendet wird, besteht aus dem Guſseisenstücke AA (Fig. 14) mit conisch auslaufendem Ende aa, welches in Guſsstück B B eingeschraubt ist. Mit letzterem ist wieder das kupferne Ansatzstück C, welches oberhalb die eiserne Platte D trägt, verschraubt. In C befinden sich Wangen e (Fig. 15 und 17). Indem D diese Wangen e abschlieſst, bleiben Kanäle g, deren Endquerschnitt Fig. 17 zeigt. In Mitte von AA ist Spindel L gelagert mit rechtssitzendem Conus M. Zwischen diesem und aa befindet sich Schlitz ss, welcher durch entsprechende Drehung der Spindel vergröſsert oder verkleinert werden kann.

Das Erdöl kommt durch P, tritt durch Schlitz ss in die Kammer Q des Körpers C und wird hier mit Dampf vermischt, welcher aus S durch Schlitz tt kommt, um gemeinschaftlich mit dem Erdöle durch Kanäle g auszutreten. (Fig. 14 bis 18 in 0,4.)

Die Forsunka wird so aufgestellt, daſs die Flamme zuerst in einen unteren Zug schlägt und erst beim Rückgange die Kesselwände berührt. Ihre Wirkung ist allgemein zufriedenstellend, obgleich die Kanäle g öfters sich verstopfen und im Feuerzuge Koksausscheidungen wahrgenommen werden.