Text-Bild-Ansicht Band 272

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Der Pulverisator, welcher auf den Bohrfeldern der Gebr. Mirzoeff angewandt wird, besteht aus zwei eisernen Gas-┬-Stücken A und B (Fig. 18), welche durch Versehrauben des hohlen, conischen, aus Kupfer bestehenden Körpers CC mit einander verbunden sind. Am vorderen Ende des ┬-Stückes B ist ein kupferner Theil D eingeschraubt, welcher der Flamme die Richtung gibt. In C liegt Spindel E, die mit Conus d einerseits und Schraubengewinde andererseits versehen ist. Die Muffen e und f dienen zum Dichten. Das Erdöl tritt bei P ein und passirt den Schlitz ss; der Dampf strömt durch Q und den Schlitz tt.

Die Wirkung des Apparates ist gut. Der Apparat ist leicht zugängig und nicht theuer. Regulirung des Schlitzes ss erfolgt durch Drehen des Stellrades L.

Das Zerstäubersystem von Krupke2) (Fig. 19 bis 22) besteht in der Anwendung mehrerer Forsunken, die gemeinschaftliche Dampf–, sowie Erdölzuleitung besitzen. Die Ausfluſsöffnungen sind ⅛ bis 3/16'' weit. Die Zerstäubung soll eine sehr vollständige sein.

Die Zahl der Forsunken hängt von der Heizfläche des Kessels ab, gewöhnlich werden zwei bis acht Stück angewendet – acht genügen für den gröſsten Kessel.

Das Erdöl wird in einem Reservoir, das den täglichen Verbrauch faſst, durch eine Dampfschlange erwärmt und durch Rohr T1 (Fig. 19), in welches Hauptventil B1 eingeschaltet ist, nach den Rohren m1 und m2 geleitet.

Von m2 gehen vier Abzweigungen ab, die je ein Ventil r enthalten, auf denen die eigentlichen Düsen s sitzen.

Durch T2 strömt Dampf, der keine weitere Regulirung, als durch das Dampfventil B2 erfährt; die Weiterleitung desselben nach dem Rahmen geschieht wie bei dem Erdöl und ist aus Fig. 19 ersichtlich. Der Rahmen, welcher die vier Forsunken in sich schlieſst, wird zur Stirnfläche des zu feuernden Kessels entsprechend gedreht.

Hahn y (Fig. 19) trennt die Dampfleitung von der Erdölleitung und wird nur zum Ausblasen letzterer benutzt. Die Combination der Forsunken kann verschieden sein. Bei Corwall-Kesseln können sie auf ein Quadrat oder Dreieck vertheilt werden (Fig. 21).

Der Zufluſs der vorher erwärmten Luft wird so eingerichtet, daſs an Stelle einer oder zwei Thüren eine Platte T angebracht ist, deren Lage und Form aus Fig. 20 ersichtlich ist. Die Gröſse der Platte hängt von der Combination der Forsunken, von der Breite des Feuerraumes und von den eventuell vorher benutzten Thüren ab. An die Platte T ist vorn der Kasten K angeschraubt, durch welchen die Luft behufs Erwärmung oben eintritt, um durch Oeffnungen D (von 8 bis 9cm Weite) in den Feuerraum zu gelangen. Achsial der Oeffnungen D

2)

Vgl. „Technik“, 1886 (russisch).