Text-Bild-Ansicht Band 3

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Die Wohnung des Bräumeisters liegt im zweiten Stockwerk. Durch den Vorplaz x kommt man mittelst der Treppe γ zu dem obern Vorplaz δ. Von diesem geht man in die Wohnstube ε, dann in ein daran stoßendes Cabinet ξ, und in die Schlafstube η. Von hier aus geht ein Fenster auf den Welkboden. Bei Lit. D ist die Küche, und daran stößt die Speiskammer ι. Bei λ ist eine Stube für die Bräuknechte. Durch den Gang μ kann man auf den Welkboden kommen.

Die Treppe φ führt auf den Malz- und Gerstenboden. Auf der Treppe γ geht man herunter und durch die Einspreng Lit. o in den untern Welkboden. Auf diese Art ist der Bräumeister in Verbindung mit der ganzen Bräuerei, und kann eine schnelle Uebersicht vom ganzen Geschäfte haben.

Das ganze Gebäude ist, wie man an der Aussenseite Fig. P und im Durchschnitt O sehen kann, mit einem Halbgeschoß versehen; über jedem Fenster wurde eine halb runde Oeffnung in den Dachraum angebracht. Dieses geschah, um die vielen Dachlucken entbehren zu können, welche überhaupt dem Dachwerk nachtheilig sind. Ein solches Halbgeschoß gewährt einen größern Bodenraum; durch die halbrunden Oeffnungen oder Fenster bekommt man hinlänglichen Luftzug, und die Aussenseite gewinnt in ästhetischer Hinsicht.

Außer dem bisher beschriebenen Gebäude, gehören zur vorliegenden Bräuerei noch andere Bauwerke, nämlich: eine große Faßremise mit der Faßbinderei, und eine Materialien-Kammer; geräumige gedeckte Holzlagen, ein besonderer Maststall für Rindvieh und Schweine. Alle diese Gebäude und einen Schenkkeller faßt der hinter dem Hauptbau angelegte große Hof. Von diesem geschlossenen Ganzen entfernt liegt der Sommer- oder Lagerbier-Keller.

In dem vorliegenden Bräuhause werden, wie ich glaube, alle Geschäfte leicht und in einander greifend verrichtet werden können, und den Mängeln, welchen das Bräuwesen überhaupt