Text-Bild-Ansicht Band 3

Bild:
<< vorherige Seite

Linné, (von den Bauern Piemonts, wo sich derselbe sehr häufig, vorzüglich in sumpfigten und daher desselben sehr benöthigten Gegenden befindet, – Chinakraut (Herb of China genannt) ein vollkommenes Ersatzmittel für die Fieber-Rinde (China) sey. (Eben daselbst. S. 150.)

Wegerich-Wurzel.

Nach Dr. Perrin können die Wegerich-Wurzeln (plantago major, minor, et latifolia Linn.) als Fiebermittel, besonders bey intermittirenden Fiebern gebraucht werden. Die Pflanze ist in allen Theilen gleich; die Blätter sind auch als Heilmittel bey Wunden wohl bekannt. (Eben daselbst. S. 150.)

Heilmittel gegen Hydrophobie.

Dr. Lymann Spalding, Einer der berühmtesten Physiker in New-York, kündiget in einer kleinen Schrift an, daß sich schon seit fünfzig Jahren die Scutellaria lateriflora L. als ein untrügliches Mittel zur Abwendung und Heilung der Wasserscheue nach dem Bisse wüthender Thiere erprobt habe. Es ist am besten, diese Pflanze nicht in frischem Zustande, sondern als trockenes Pulver anzuwenden. Nach dem Zeuguiß vieler amerikanischen Aerzte leistete dieses, noch in keiner Europäischen Materia medica aufgenommene, Mittel in mehr als tausend Fällen vollkommene Hülfe, und zwar ebensowohl bey Menschen als Thieren (Hunden, Schweinen, Ochsen). Der erste Entdecker ist noch nicht bekannt. Dr. Dervere (Vater und Sohn) brachten es zuerst allgemein in Anwendung. (Eben daselbst. S. 151.)

Arakatscha.

Wenn wir dem, was von dieser Wurzel, welche in Santa Fe de Bagota wächst, behauptet wird, Glauben beymessen, so dürfen wir zuverläßig erwarten, daß dieselbe vor Ablauf weniger Jahre werde nach Europa gebracht, und so stark, wie die Erdäpfel, gebauet werden. Sie soll eben so ergiebig und noch nahrhafter seyn als diese; an Geschmack und Festigkeit aber sehr den spanischen Kastanien gleichen. Sie ist in den Cordilleren einheimisch, wo ein gleich gemäßigtes Clima, wie in Europa, herrscht, und kann mit derselben Leichtigkeit gepflanzt werden wie Kartoffel. (Eben daselbst S. 150.)

Johannis-Beeren frisch zu erhalten.

Man wähle nach dem Reisen der Früchte diejenigen Stauden aus, welche mehr gegen die Mittags-Seite liegen, und ihrer Form nach der Erwartung am meisten entsprechen, auch die vorzüglichste Frucht-Fülle tragen; und umgebe sie mit dicken Strohmatten, (oder bedecke sie mit Stroh) so, daß sie gegen kalte Luft, und andere Wechsel der Witterung genau geschützt sind, bey solcher Behandlung erhält sich die Frucht bis zum Januar oder Februar vollkommen frisch. (Eben daselbst. S. 150 und 151.)