Text-Bild-Ansicht Band 3

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LVII. Ueber Schrauben-Pressen, wie sie in Neu-Orleans jezt üblich sind, zur Zusammendrückung der Baumwoll-Ballen, von Hrn. M. L. Valcourt, dem älteren, Mitglied der Gesellschaft zu Toul, Meuthe-Departement.

Frei übersezt aus dem Bulletin de la Société d'Encouragement. N. XCXXXVIII. 1820. vom Prof. Marechaux in München.

Mit Abbildungen auf Tab. XXIII.

Der größte Theil der in Frankreich und England verbrauchten Baumwolle kommt aus Louisiana, wo jährlich hundert tausend Baumwoll-Ballen, jeder im Durchschnitt 300 Pfund schwer, eingeerndtet werden; daher ist es in diesem Lande wichtig, Mittel zu kennen, die Baumwolle gut einzupacken, und viel in einen kleinen Raum zu bringen. Wenn die Aufmunterungs-Gesellschaft einigen Werth auf diese Schrift legt, und eine Zeichnung dieser Art Pressen wünscht, so werde ich ihr den Plan eines, vermittelst Pferde, in Bewegung gesezten Räderwerks, durch dessen Hülfe zwei Neger und zwei Pferde, innerhalb 12 Stunden, 12 bis 1500 Pfund gereinigte, oder noch mit ihrem Saamen versehene Baumwolle behandeln. Der Saame beträgt die drei Viertel des Gewichtes der frisch abgenommenen Baumwolle. Zugleich werde ich die Zeichnung der Hebelpressen beifügen, mit welchen die Einwohner ihren Baumwollen-Säcken die Gestalt eines länglichen Vierecks geben, wie sie zu uns kommen. Herr C. P. Molard, den ich nach meiner Rückkehr von Amerika 1814 mit diesen Pressen bekannt machte, und der ihren Nuzen für unsere Colonien einsahe, wo der Neger mit seiner Tret-Presse (moulin à pied) bloß 25 Pfund gereinigte Baumwolle täglich forderte, hatte sich entschlossen,