Text-Bild-Ansicht Band 9

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22). Diese Eis-Keller sind auf folgende Weise gebaut. Man nimmt zwei große hölzerne Verschlage, wovon der eine kleinere so in den größeren paßt, daß am Boden sowohl als an den Seiten ein Raum von ungefähr zwei Zoll übrig bleibt. Dieser Raum wird mit grob gestoßenen Holzkohlen ausgefüllt, so daß noch einiger Zwischenraum zwischen den Kohlen übrig bleibt. Ein ähnlicher doppelter mit Kohlen ausgefüllter Dekel schließt diese Verschlage, welche demnach von allen Seiten mit einem der schlechtesten Wärmeleiter, mit Kohle umgeben sind. Diese Verschlage sind innenwendig mit Stellen versehen, um die Gefäße darauf stellen zu können, und durch die beiden Böden läuft eine Röhre, um das Wasser ablaufen zu lassen, welches aus dem geschmolzenen Eise entsteht. Diese Verschlage werden am Boden mit Eis gefüllt, das man von den Eishändlern um höchst billige Preise kauft, und nur etwas in die Erde eingesenkt, oben aber mit doppelten Brettern und zwischen dieselben gelegtem Strohe gedekt und mit einem Strohdache versehen. Hr. Silliman räth diese Strohdächer noch mit einem weiß angestrichenen Brette zu deken, welches die Lichtstrahlen zurükwirft, und spricht aus Erfahrung von her Vortrefflichkeit dieser Eiskeller. (Vergl. Silliman's American Journal of Science et Arts IV. Bd. S. 177. u. Gill's technic. Repos. Julius 1822. S. 61.)

Hängebrüken.

In der vierten Lieferung der Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbfleißes in Preußen, befindet sich eine Beschreibung mit Abbildungen der Hängebrüken, vom Civil-Baumeister Robert Stevenson aus dem Edinburgh philos. Journal. N. X u. XI. ubersezt, mit Anmerkungen des Hrn. Behrnauer, auf die wir die Brüken-Baumeister aufmerksam machen.

Bericht der Ausschuß-Kommission des Hauses der Gemeinen über Dampfböthe.

Dieser äußerst merkwürdige, auf Befehl der Regierung gedrukte, Bericht enthält nicht bloß eine urkundliche Geschichte der Dampfböthe vom Jahr 1736 an, so Hull das erste Patent auf Dampfböthe nahm, um Schiffe mittelst derselben in und aus dem Hafen zu bugsieren, bei welchen er sich der sogenannten atmosphärischen Maschine des Newcomen bediente, und von den Versuchen des Herzogs von Bridgewater und Miller's zu Dalwinston an, welcher zwei Schiffe verband, und das Rad in der Mitte spielen ließ, und erwähnt des ersten im Jahr 1781 zu Lyon gebauten 140 Fuß langen Dampfbothes des Marquis de Gouffroy, das auf der Saone ging, des im Jahr 1791 erbauten Dampfbothes des Lord Stanhope, und des im Jahr 1801 zur Beschiffung des Clyde und Forth erbauten Dampfbothes des Hrn. Symington, sondern erzählt, wie Heinr. Bell zu Glasgow dem Hrn. Fulton im Jahr 1807 das erste Modell eines Dampfbothes nach heutiger Art gab, mit demselben nach America ging, und lezterer mit den Maschinen der HHn. Boulton und Watt seine ersten Dampf-Fahrten auf dem Hudson's Flusse machte, und wie, auf eine beinahe unglaubliche Weise, die Zahl der Dampf-Schiffe

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wo man oft wochenlang nur stinkendes Fleisch für theures Geld bekommt; ein Unfug der bei der Aufhebung der ehemaligen Polizei und Uebertragung derselben an Magistrats-Räthe, die theils mit den Mezgern verwandt, theils an dieselben verschuldet sind, täglich, ärger und der Gesundheit der Einwohner gefährlicher wird. Gleiche Nachtheile hat die Aufhebung der sonst so wohlthätigen Polizei auf Gewerbs-Conceßionen und andere bürgerliche Verhältnisse. A. d. Ueb.