Text-Bild-Ansicht Band 9

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abfallende Vertiefungen hin muß, leicht und sicher vermieden werden.

Das Deichselblech, an welchem die Aufhälter befestigt werden, hat hier seine Biegung nach Abwärts, statt, wie bisher, nach Aufwärts, damit es die Pferde weniger beschädigt. Es schließt sich von selbst durch eine Falle, um schnell und sicher einspannen zu können; denn man wird gestehen, daß das Einschnallen des Riemens, welcher das Abgleiten der Aufhälter hindern soll, theils langweilig ist, theils von den Kutschern, zur größten Gefahr der Fahrenden, nur zu oft und zu sehr vernachlässigt wird.

Die längs der Chaise liegenden vier Federn (Fig. 1. 15) tragen den Kasten wagenrecht, und verbinden die beiden Gestelle mittelbar eben so gut, als es unmittelbar durch die Langwied geschehen kann.

Obgleich diese Federn einige Aehnlichkeit mit den elliptischen englischen Federn besizen, so sind sie doch in ihrer Wirkung zwekmäßiger, als die rein convexen, oder aus zwei gleich großen auf einander gesezten Kreisbögen gebildeten Federn, in dem diese bei zu starker Belastung zu sehr auf einander dritten, wodurch dann alles freie Spiel aufhört. Diese Federn sind hier convex-concav, und schließen bei starker Beladung nur etwas von Aussen herein, nie aber, auch nicht bei der stärksten Beladung, vollkommen ganz, so daß. ihre Elasticität niemals gänzlich aufhört. Da diese Art von Federn zwei gegen einander wirkende, durch Gewerbe oder Scharniere verbundene, Federn bilden, so könnte man sie mit Recht liegende Gegenfedern, oder (wollte man in der Sprache der heutigen Philosophen sprechen,) horizontale Vertical-Federn nennen.

Die Länge der hintern zwei Haupt-Federn, Fig. 1, 15, beträgt 4 Schuh; ihr Durchmesser von einem Ruhepuncte zum anderen im Lichten 6 Zoll, und jeder Theil derselben besteht