Text-Bild-Ansicht Band 11

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keine Spur derselben in England. Um das Jahr 1720-30 waren in ganz England nur 59 Hoch-Oefen, welche in allem jährlich 17,350 Tonnen Roh-Eisen (Eisen in Gänsen, pig-iron) lieferten. Gegenwärtig erzeugt England jährlich beinahe eine halbe Million Tonnen Roheisen (oder 10 Millionen Ctr. Roheisen) wozu es 5 Millionen Tonnen Steinkohlen verbraucht. Eben derselbe Hr. Dav. Mushet hat auch

über künstliche Eisen-Kristallisationen

in N. 297. S. 14. u. N. 298. S. 83. derselben Zeitschrift einige dem feinem Techniker, vielleicht auch dem Mineralogen und Chemiker, lehrreiche Beobachtungen mitgetheilt.

Ueber die älteste Geschichte des Zinnes

findet sich eine Abhandlung des hochw. Hrn. Samuel Greatheed in den Transactions of the roy. Geological Society of Cornwall, II. 1822, und in Tilloch's und Taylor's Philos. Mag. end Journ. N. 298. S. 109., in welcher alles, was in der Bibel, in Homer und in den älteren Classikern über dieses Metall vorkommt, (vielleicht auch mehr als nicht darüber vorkommt,) gesammelt ist.

Wie die Chineser ihr Pak-Blei verfertigen.

Hr. Waddell, der während seines Aufenthaltes in China mehrere Nachrichten über Künste und Gewerbe in diesem sonderbaren Lande einzog, theilte Hrn. Dr. Brewster hierüber Folgendes mit. Die Chineser brauchen bei dieser Arbeit zwei Menschen: der eine sizt auf der Erde und hat einen großen flachen Stein vor sich, und einen beweglichen flachen Stein zur Seite; der andere steht neben ihm, und hat einen Tiegel mit geschmolzenem Bleie, aus welchem er eine gewisse Menge desselben auf den großen Stein gießt. Sobald dieß geschehen ist, nimmt Ersterer seinen beweglichen Stein zur Hand, schlägt denselben auf das ausgegossene Blei, und drükt dieses zur flachen dünnen Platte, die er alsogleich vom Steine wegnimmt. Auf ähnliche Weise wird eine zweite Portion Blei nachgegossen, und eine ähnliche Platte gebildet, und so geht die Arbeit schnell fort. Die ungleichen Kanten der Platten werden weggeschnitten, und die Enden derselben dann zusammengelöthet. Hr. Waddell bediente sich derselben Methode mit sehr gutem Er. folge zur Bereitung dünner Zinkplatten für Galvanische Versuche. (Vergl. Philosoph. Magaz. end Journ. Februar 1823. S. 145)

Verbesserung an Dächern von Gußeisen, worauf Wilh. Hukham, Eisengießer zu Exeter in der Grafschaft Devon, am 4. Jun. 1822 sich ein Patent geben ließ.

Diese Verbesserung an Dächern von Gußeisen besteht vorzüglich in eisernen Platten oder Kappen, welche an den Sparren angebracht werden, um die Kanten der Schieferplatten oder des Beleges überhaupt, mit welchem das Dach eingedekt wird, zu bedeken. Man schlägt vor, die Sparren mit einer Rippe in der Mitte ihrer oberen Fläche zu gießen, wodurch an jeder Seite eine Vertiefung zur Aufnahme der Kanten der Schiefer entsteht, und wenn diese in jene Vertiefungen eingesezt werden, die Platten oder Kappen aufzusezen und an der Mittelrippe mittelst Bolzen oder Schrauben zu befestigen. Damit die Sparren noch fester würden, schlägt man vor, sie auch unten mit einer Rippe zu gießen.

Die Figur des Querdurchschnittes der Kappe kann entweder eben oder