Text-Bild-Ansicht Band 11

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sich sehr irrt, wo man glaubt, daß Gußeisen, Wißmuth und Antimonium sich während des Erstarrens ausdehnen, und leichter sind, als wo sie fließen, weil auf denselben, während sie im flüssigen Zustande sind, Körper schwimmen, die schwerer sind als dieselben, wenn sie erstarrt sind, indem diese Metalle, so lang sie im flüssigen Zustande sind, nie ruhen, sondern eine Welle um die andere aus der Tiefe derselben so lang aufsteigt, bis sie erstarren. Diese Bemerkung scheint für Gießer nicht unwichtig zu seyn.

Krystallisation unter sehr starkem Druke.

Hr. Perkins hat bei Anwendung einer Maschine, die den ungeheuren Druk von 14,000 Atmosphären erzeugt, gefunden, daß See-Wasser und andere Auflösungen unter einem solchen Druke krystallisiren, und seine Entdekungen hierüber der Royal Society of London mitgetheilt. (Edinb. phil. Journal. N. 15. S. 188.)109)

Ueber die Wirkungen, welche durch gleichzeitige Anwendung der Wärme und des Drukes gewisser Flüssigkeiten entstehen,

findet sich ein sehr interessanter Aufsaz des Hrn. Cagniard de Latour, in den Annales de Chimie 1823, April, S. 410, aus welchem erhellt, daß der Aether bei 150° R. sich in Dämpfe verwandelt, und einen Druk von 37 Atmosphären äußert; und daß geschwefelter Kohlenstoff erst bei 220° mit einem Druke von 78 Atmosphären in Dampfgestalt übergeht.

Messing taugt nicht zu Gehäusen für Magnet-Nadeln.

In dem Edinburgh. Philos Journal N. 15. S. 81. erzählt Hr. J. Bywater, daß er sich vergebens mehrere Tage lang bemühte, einen Compaß, der immer falsch zeigte, auszubessern, bis er endlich bemerkte, daß das Messing, aus welchem das Gehäuse verfertigt wurde, magnetisch war. Ein Bekannter versicherte ihn, daß er 1-3000 Gulden nach und nach für Compasse in Messinggehäusen ausgelegt habe, bis er endlich einen fand auf welchen er sich verlassen konnte. Es ist also sehr zu wünschen, daß unsere mathematischen Instrumenten-Macher entweder ihr Messing untersuchen, ob es magnetisch ist, oder sich eines anderen Materiales zu den Gehäusen bei Magnet-Radeln bedienen.

Alkanet110)

109)

Wenn eine solche Maschine auch die Hälfte der Tausende kostet, die an unseren Salinen jährlich an Holz verbrennt werden, so wird sie für dieselben immer noch eine wahre Sparbüchse seyn müssen. Wir sind aus die Resultate dieser Versuche des Hrn. Perkins sehr begierig. A. d. Ueb.

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Es ist sehr zu bedauren, daß der botanische Name der Pflanze nicht angegeben ist, von welcher dieser Alkanet herkömmt;