Text-Bild-Ansicht Band 11

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Ueber Bergbau auf Steinkohlen und Ventilation der Stein-Kohlengruben

hat ein Ungenannter in Tilloch's und Taylor's Philos. Mag. and Journ. N. 297. S. 30. einen sehr interessanten Aufsaz mitgetheilt, welchen wir unseren deutschen Bergleuten zur Beherzigung empfehlen, wenn er auch zunächst bloß für englische Kohlengruben-Arbeiter bestimmt war. (Vergl. auch dasselbe Journal N 298. S. 99, wo Hr. Joh. Farey die Bemerkungen des anonymen Verfassers bestätigt).

Ueber eine Maschine zum Schneiden der Rad-Felgen,

die zu Freiberg in Sachsen gebraucht wird, findet sich im Bulletin de la Société d'Encouragement pour l'industrie nationale N. 225. S. 58. ein langer Bericht des Hrn. Baillet mit 2 Abbildungen, an welchen jedoch, wie Hr. Baillet bemerkt, der Blasebalg, wovon in den Beschreibung die Rede ist, und der die Sägespäne wegjagen soll, gänzlich fehlt, und die wir daher, als mangelhaft, nicht geben können. Liebhaber mögen sie im Originale nachsehen, welches wir ihnen zur Einsicht mitzutheilen erböthig sind.

Findel-Kinder-Deportirungs-Wagen.

Da die Zahl der Findelkinder zu Paris, seit Einführung der Missionäre, sich, wie aus den Jahres-Listen erhellt, um mehr dann ein Viertel mehrte, so mußte man auf Mittel denken, dieselben aus der Hauptstadt zu fördern. Eine solche Förderungs-Maschine, mit welcher man sie halb Duzend Weise auf einmal aus der Stadt bringt, ist in dem Mercure technologique Mai 1823. S. 172. beschrieben und in Grund- und Aufriß abgebildet. Auf diesen Leichenwagen der Lebendigen werden jährlich an 3000 solche arme Kinder verfahren: die Zahl der Findel-Kinder zu Paris beträgt nämlich gegenwärtig jährlich an 5000. Diese Zahl ist im Verhältnisse zu 600,000 Einwohner indessen weit geringer, als in mancher kleinen Stadt Deutschlands, wo jährlich weit mehr unehelich als eheliche Kinder geboren werden.

Ueber Bedekungen von Glasfenstern an Mistbeeten und Glashäusern im Winter.

Das Repertory of Arts des laufenden Monates Julius 1823 bringt uns S. 118 einen Aufsaz des Squire Alexander Seton, F. H. S., über Dekung der Gurken Fenster. Seine Vorrichtung besteht in einer tragbaren Stroh-Bedachung, welche auf folgende Weise vorgerichtet ist. „Man befestigt zwei starke Latten, etwas länger als das Fenster, welches sie deken sollen, und so breit als dasselbe, (wenn es nicht breiter ist als 4 Fuß) parallel neben einander, und bindet auf diese unter rechten Winkeln, Querstüke, ungefähr Einen Fuß weit von einander, und der ganzen Länge dieser Latten nach auf, jedoch so, daß die beiden Enden einer jeden Latte etwas über das oberste und unterste Querstük vorstehen. Ueber diesen Rahmen breite man eine Matte aus, und binde auf dieselbe eine Lage Stroh, ungefähr 3-6 Zoll stark, je nachdem nämlich diese Strohbedekung mehr oder minder warm seyn soll man fängt zuerst mit einer Lage an dem unteren Ende an, und läßt die oberen, wie an einem Strohdache, nach und nach sich abwechselnd dekend, darauf folgen. Die hervorstehenden Enden der beiden langen Latten dienen als Handgriffe, mittelst welcher diese Bedekung leicht und schnell an jedem Glasfenster ab- und aufgehoben werden kann: im Nothfalle