Text-Bild-Ansicht Band 12

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nur um Eisen bandelte, so könnte man glauben, daß es in den Zustand eines Peroxides übergehen müßte, ehe es sich mit dem Kalke vereinigen kann, und daß die Kohle sie daran hindert; das Eisen spielt aber hier nur eine beinahe leidende Rolle, wie es die Erfahrungen des Hrn. Berthier (Annales de Chimie T. XXII. p. 82, 83, (Polytechn. Journ. B. 11. S. 350.) er. wiesen haben.166)

Die theoretische Auflösung dieser Schwierigkeiten scheint mir für die Specialgeschichte des Kalkes eben so wichtig, als für den Mörtel, und es wäre sehr zu wünschen, daß ein geübterer Chemiker als ich, und der mehr Muße besizt, als ich nicht habe, die Erfahrungen, die der Gegenstand dieser Bemerkungen sind, wiederholen, und dadurch alle Zweifel lösen möchte, die noch hierüber obwalten.

LXXX. Ueber Ultramarien und die verschiedenen Methoden die Reinheit desselben zu prüfen, von R. Phillips, FRS. L. u. E.

Aus den Annals of Philosophy, New Series. N. 31. S. 31.

Vor Margraff, dessen Analyse des Lapis Lazuli im J. 1768 erschien, hielt man den Färbestoff dieses Fossiles für Kupfer. Nach ihm bestand, wie Klaproth (Analysen u. B. 1. S. 163) anführt, der Lapis Lazuli aus Eisen, Oxid, Kieselerde, Kalk und Gips; von Thon, der in bedeutender Menge darin vorkommt, ist hier keine Rede, und die Verhältnisse, in welchen die hier aufgezählten Bestandtheile vorkommen, sind noch nicht angegeben.

166)

Es erscheint daß hier theils die größere und ungleiche Hize, theils der Kohlenstoff der Kohle Ursache dieser Erscheinungen ist. A. d. U.