Text-Bild-Ansicht Band 13

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XVI. Versuche und Beobachtungen über den Indig, und über gewisse Substanzen, welche sich mittelst Schwefel-Säure aus demselben erzeugen lassen. Von Hrn. Walter Crum.

Aus den Annals of Philosophy. New Series. N. 26. S. 81.33)

An den Herausgeber der Annals of Philosophy.

Mein Herr!

Glasgow, den 1. Jan. 1823.

Man kann den Indig ziemlich rein erhalten, wenn man, nach dem gewöhnlichen Verfahren, die gelbe Flüssigkeit, welche die Blauküpe der Färber bildet, mit gewöhnlicher Luft solang schüttelt, bis der entsäuerte Indig, welcher darin mittelst Kalk-Wassers aufgelöst erhalten wird, wieder seine blaue Farbe erhält, und dann den Niederschlag mit verdünnter Kochsalzsäure digerirt, um das wenige Eisen und den kohlensauren Kalk, welchen er enthält, zu entfernen. In diesem Zustande ist er unter dem Namen niedergeschlagener Indig bekannt, und muß von dem von Bergmann so genannten Pulver unterschieden werden, einer Substanz, auf welche ich in der Folge besonders zurükkommen werde. Er enthält gewöhnlich einen geringen Antheil schwefelsauren Kalk, und, nach Dr. Thomson's Bemerkung, auch etwas Harz, das sich durch Alkohol entfernen läßt.

Man hat lang schon gewußt, daß Indig, wenn er erhizt wird, sich sublimirt. Die erste Erwähnung dieser Erscheinung, die mir bekannt geworden ist34), findet sich in einem Werke

33)

Dieser Aufsaz findet sich auch in Schweigger's Journal für Ch. u. Ph. B. 8. H. 1. übersezt; der geneigte Leser beliebe jedoch die dortige Uebersezung mit der unsrigen zu vergleichen, deren Genauigkeit wir verbürgen können. A. d. Ueb.

34)

Hr. Meineke bemerkt, bei Schweigger, daß Plinius schon diese Eigenschaft kannte: Probatur carbone (indicum). Reddit enim, quod sincerum est, flammam excellentis purpurae, et, dum fumat, odorem maris.“ Hist. Nat. 35. 6. A. d. Ueb.