Text-Bild-Ansicht Band 13

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Dem Wilh. Gutteridge, Musiker und Landmesser in Dean-Street, St. Fin Barrs, zu Cork; auf gewisse Verbesserungen an dem Clarinett. Dd. 19. Jäner 1824.

Dem Georg Pollard, Erzgießer in Rupert-Street, St. James's, Middlesex; auf gewisse Verbesserungen an Maschinen oder Vorrichtungen zum Farbenreiben, wie man dieselben bei verschiedenen Arten von Mahlerei nöthig hat: diese Maschinen können durch irgend eine schikliche Kraft getrieben, und auch zu anderen nüzlichen Zweken verwendet werden, Dd. 19. Jäner 1824.

Dem Jak. Russell, Gasröhren-Fabrikanten zu Wednesbury, Staffordshire; auf eine Verbesserung in Erzeugung der Gas- und anderen Röhren. Dd. 19. Jäner 1824.

Dem Simeon Broadmeadow, bürgl. Baumeister zu Abergavenny, Monmouthshire; auf eine neue und verbesserte Methode in der Erzeugung und Reinigung des brennbaren Gases durch Zulassung und Beimischung der atmosphärischen Luft. Dd. 19. Jäner 1824.

Dem Howard Fletcher, Sattel-Eisenhändler zu Walsall, Staffordshire, auf gewisse Verbesserungen im Gärben der Häute und Felle. Dd. 19. Jäner 1824.

(Aus dem Repertory of Arts, Manufactures and Agriculture. Februar 1822. S. 191.)

Einladung zur Theilnahme an dem patriotischen Bemühen des polytechnischen Vereins für Baiern, „um den Absaz der baierschen Akerbau- und Gewerbs-Erzeugnisse zu befördern.“

Allgemein ist die Klage des Akerbau- und Gewerbstandes in Baiern über den Unwerth ihrer Produkte und Fabrikate und über Mangel an Absaz im Innern sowohl, als nach Aussen. Beinahe alle europäische Staaten: England, Frankreich, Niederlande, Preußen, Oesterreich mit Italien, Rußland, Spanien, Portugal etc. etc. haben dermal allgemein ein Prohibitiv-Handels-System angenommen, und führen dasselbe mit Strenge und Consequenz durch. Während die Producte und Fabrikate dieser Reiche noch immer unsere inländischen Märkte überfüllen, sind, die Erzeugnisse unsers Landes von dem Markte des Auslandes theils ganz ausgeschlossen, theils in der Einfuhr so beschwert, daß es einem gänzlichen Ausschlüsse gleich zu achten ist.

Zurükgewiesen von den ausländischen Märkten ist demnach der baier'sche Gewerbstand nur mehr auf den Markt seines eigenen Landesbeschränkt, der jedoch noch immer mit auswärtigen Waaren überströmt wird.

Aber auch der baier'sche Landwirth und Güterbesizer muß gegenwärtig, für den verlornen Absaz seiner Produkte ins Ausland, welches seines Getreides und seiner Früchte nicht mehr bedarf, den Ersaz dafür nur mehr auf dem innern Markte in seinem eigenen Lande suchen, den er jedoch nicht finden wird, wenn sich ihm keine bleibenden Käufer für sein Getreid, Vieh und übrigen Erzeugnisse darstellen, und ihn in den Stand sezen, durch das dafür erhaltene Geld seine andern Bedürfnisse an Kleidung etc. befriedigen zu können. Diesen innern Markt von bleibenden Käufern findet er aber nur in dem inländischen Gewerbstande, und zwar nach dem Grade der Population und des Wohlstandes des leztern; denn je mehr Producte der Gewerbstand vom Landwirthe kauft, um sie zu verzehren, oder in tausend Gestalten veredelt an den inländischen Landwirth und Güterbesizer wieder zu verkaufen, desto blühender und wohlhabender wird der inländische Akerbau, und je mehr Fabrikate der Landwirth und Güterbesizer von dem inländischen Gewerbtreibenden kauft, desto blühender und wohlhabender wird der inländische Gewerbstand. Dieser wechselseitige innere Verkehr des Landwirths und Güterbesizers, dann der Gewerbtreibenden