Text-Bild-Ansicht Band 13

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am Rande befestigt wäre, daß er sich nicht wieder in die Höhe heben könnte, welches doch bei Parkers Lampe nicht der Fall seyn kann.

In Edelkranz Lampe ist das Queksilber und das Oehl in einem Gefäß zusammen, und daher ist sie nicht mit Parkers Lampe nach einem Grundsaz gebaut.

Parkers Einrichtung, größer ausgeführt, mit geringer Abänderung gäbe ein Löthrohrgebläse, wo man bedeutenderen Druk als bei denen mit Wasser gesperrten erhalten könnte, weil bei gleicher Höhe der drükenden Flüssigkeiten, sich der Druk verhalt wie die specifischen Gewichte, und man bei Queksilber leicht den Druk – 1/2 Atmosphäre erhalten kann, bei Wasser aber nicht. Da der Raum a, sehr enge seyn kann, so würden leicht ein paar Pfund Queksilber hinreichend seyn. Irre ich nicht, so hat Döbereiner „in den Heften zur pneumatischen Chemie 2ten Theil, Jena 1821“ eine ähnliche Vorrichtung als Gasometer zu einem pneumatischen Apparat abgegeben, um das Quecksilber zu ersparen.

Die tragbaren Gaslampen sind nicht gefährlich.

Wir haben im Januarheft d. Journals S. 136 auf einen Aufsaz über die Gefährlichkeit tragbarer Gaslampen im London Journal of Arts November S. 253 aufmerksam gemacht. Das Decemberheft dieses Journals enthält S. 316 Bemerkungen gegen, diesen früheren Aufsaz, die verglichen zu werden verdienen.

Luftpumpe bei Zukersiedereien, Papiermachereien und Färbereien in Frankreich angewendet.

Bekanntlich hat Herr Howard bei seiner Zukerraffinerie in England zur Verdünnung der Luft über den Kesseln sich der Luftpumpe bedient, und dadurch ist es ihm möglich geworden, den Syrup bei einer Temperatur unter 190° F. zum Sieden zu bringen. Einer ähnlichen Vorrichtung bedient man sich jezt in Frankreich in Papiermachereien und Färbereien, um Papier und die gefärbten Stoffe in einer Art von luftleerem Raume zu troknen. (Mercure technologique. November 1823 pag. 218).

Perkins's Siede-Apparat und Dampfmaschine.

Das London Journal of Arts Nro. 36. und 37. bringt uns die beiden wichtigen Patente und Beschreibungen des Siede-Apparates und der berühmten Dampfmaschine des Hrn. Perkins. Die Verfertigung der hierzu nöthigen Zeichnungen macht es uns unmöglich, dieselben noch in diesem Hefte mitzutheilen. Wir werden sie im nächsten Märzhefte nachliefern.

Bemerkungen über den Destillations-Apparat des Hrn. Herpin.

Die Redaction des Mercure technologique versprach ihre Bemerkungen über den Destillations-Apparat des Herrn Herpin mitzutheilen. Wir sind derselben dadurch zuvorgekommen, daß wir denselben für zu sehr zusammengesezt erklärten, und sahen mit Vergnügen, daß die Redaction unsere Ansicht vollkommen mit uns theilt. Vorzüglich erklärt sie sich gegen die vielen Höhne, die man bei Maschinen dieser Art sorgfältig vermeiden muß. Sie rükt ein Schreiben des Herrn P. Robert, Arztes am schwedischen Hofe, über diesen Apparat ein, in welchem Hr. Robert erklärt, daß er keine zusammengesezten, in der Ausführung schwierigere und theuerere Destillir-Maschine kenne, wie diese des Hrn. Herpin, die eine über verstandene Composition der Destillir-Apparate der Hrn. Adam, Solimani, Alegre, Derosue