Text-Bild-Ansicht Band 13

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Vergleichung der Trommel- Zahn- und Schienen-Räder.

Wir theilen hier einen Auszug aus einem Schreiben des Mechanikers, Hrn. Joh. Backwell an Hrn. Gill (in dessen technical Repository, January, 1824, S. 63.) Mit, in welchem derselbe, da ihm noch keine vergleichenden Versuche über die Unterschiede der Reibung der oben angeführten Arten von Rädern bekannt sind, folgende Versuche erzählt. „Ich stellte“, sagt er, zwei Trommel-Räder von gleichem Durchmesser 15 Fuß weit von einander auf horizontalen Achsen auf; sie wurden von einem einen Zoll breiten Riemen getrieben, und ich fand/ daß ich mittelst eines Gewichtes von 4 Pfunden die Reibung derselben überwinden, und sie in Bewegung bringen konnte. Zwei gleich große Zahnräder aus Gußeisen, die in einander eingriffen, und gleiche Geschwindigkeit mit obigen Trommelrädern hatten, forderten 5 Pfunde, um in Bewegung zu kommen, und zwei gleich große Schienen-Räder aus Gußeisen forderten, um gleiche Geschwindigkeit mit den vorigen zu erhalten, 7 Pfunde. Als ich diese Räder an Maschinen anbrachte, die sie treiben sollten, fand ich dieselben Resultate. Trommel-Räder sind also die beßten, und Schienen-Räder die schlechtesten.“

Ueber Zinköfen.

Ein Hr. R. E. zu Talmouth bemerkt in Gill's technical Repository January, 1824. S. 52, daß die in den, von Hrn. Gill beifällig (Techn. Repos. N. 23. S. 353.) angezeigten Glasgower Chemical recreations angegebene Methode den Zink zu reduciren durchaus nichts taugt, und daß selbst die von dem sel. Hrn. Sheffield (techn. Repos. N. 2.) empfohlene Methode ihre Nachtheile hat. Hr. R. E. fand zur Gewinnung des Zinkes aus der Blende die gemeinen Töpfe der Zinkfabrikanten am zwekmäßigsten. Diese Topfe sind 5 Fuß 8 Zoll hoch, oben 3 Fuß, unten 2 Fuß 2 Zoll im Durchmesser weit. Das Füll-Loch oben hat 9 Zoll: das Loch am Boden 6 Zoll. Ein Ofen hält 6 solche Töpfe. Die Füllung ist 18 Str. Erz, das 2 Mahl in der Woche abgetrieben wird. Eine Füllung gibt, bei genauer Arbeit, 6 bis 6 1/2 Str. Zink.

Geschichte der Glasmacherei.

In dem Journal de Pharmacie. Februar 1824. S. 75. befinden sich einige interessante Bemerkungen über die: Notice historique de l'art de la vorrerie né en Egypte, par M. Boudat, pharmacien en chef d' armée, membre de l'Institut d'Egypte et de la Légion d'honneur etc.

Erscheinung beim Belegen der Spiegel.

Hr. Gill bemerkt im Jäner-Hefte I. J. seines technical Repository S. 69, daß die Bleigewichte, mit welchen man die Glastafeln beim Belegen der Spiegel beschwert, mit der Zeit eine bedeutende Menge Queksilbers eins saugen, und dadurch schwerer, zugleich aber auch so brüchig werden, daß sich ihre Eken abstossen. Wir glauben hieraus aufmerksam machen zu müssen, das mit man bei dem Einschmelzen eines solchen Bleies sich vor den Queksilber Dämpfen zu hüten wisse.

Ueber Monteith's Bandana-Fabrikation.

Im Bulletin de la Société d'Encouragement. 233. S. 290 findet sich die Presse und die Methode der Bandana-Fabrication, wie wir dieselbe schon 2 Monate früher im polytechn. Journal B. XII. S. 72. aus Gill's technical Repository, August 1823. S. 105 (und dieser aus dem Quarterly Journal of Science) mittheilten, ohne alle Anzeige irgend einer Quelle, und selbst ohne Namen des Bericht-Erstatters, was uns in einem so gediegenen Blatte, wie das Bulletin, sehr befremdet.