Text-Bild-Ansicht Band 13

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Polytechnisches Journal.

Fünfter Jahrgang, zweites Heft.

XX.  Tylley's hydro-pneumatisches Löthrohr zum Gebrauche für Chemiker, Emaillirer, Probirer, Glasblaser etc.47) Mit Anmerkungen von Hrn. Th. Gill.

Aus dem XXXI. Bande der Transactions of the Society for the Encouragement of Arts Manufactures and Commerce, in Gill's Technical Repository. November 1823. S. 332.

Mit Abbildungen auf Tab. IV. (Im Auszuge).

Hr. Tilley, ein reisender Glas-Blaser, überreichte der Society of Arts im Jahre 1812 sein Löthrohr, und erhielt von derselben 15 Guineen für seine Erfindung, welche in einem zinnernen oder kupfernen und verzinnten Gefäße besteht, das mit einer von dem oberen Theile bis auf Einen Zoll ungefähr von dem Boden hinabreichenden Scheidewand versehen, und bis auf zwei Drittel mit Wasser gefüllt ist. Mittelst einer Röhre, die ungefähr bis auf einen halben Zoll von dem Boden hinabreicht, bläst man an dem luftdichten Ende in das Wasser. Die Luft steigt in Blasen durch das Wasser hinauf, und drükt dieses unter der Scheidewand in die andere Abtheilung hinüber, wo dann endlich die Schwere des Wassers auf die eingeblasene Luft wirkt, und dieselbe durch ein Löthrohr in die Flamme einer

47)

Tilley's hydropneumatisches Löthrohr haben wir schon früher in unserm neuen Journal für die Indiennen- und Baumwollendrukerei, Bd. 2. S. 332 in der Abhandlung Darstellung verschiedener Arten, das Glas und andere Gegenstände mit dem Löthrohre vor der Lampe zu bearbeiten u.s.w., von A. F. Prükner und dem Herausgeber, beschrieben und eine Abbildung davon gegeben. Die gegenwärtige Beschreibung so wie die Abbildungen davon sind aber weit vollständiger, und die beigefügten Bemerkungen und Verbesserungen des Hrn. Gill, machen nun dieses Löthrohr mehr interessant. D.